Montag, 7. November 2011

Outback, ich komme !!!

Hallo ihr Lieben,
ehrlich gesagt bin ich absolut nicht motiviert diesen Blog zu schreiben!

Ich hab es naemlich schon mal getan und er war auch richtig gut (meiner Meinung nach), er war 9 Seiten lang und das ganze hat 4 Stunden gedauert. Ich war echt stolz darauf. Aber leider ist die Datei weg bzw. laesst sich nicht mehr oeffeen. Sogar David hat es nicht hinbekommen und der schafft sonst alles was Computer betrifft. Da die Woche mit Volker jetzt schon ueber 2 Wochen her ist und ich alles bezuegliche dazu abgehakt hab, weil ich ja den Blog schon geschrieben hatte, kann ich mich nicht mehr an alles erinnern (was die Namen usw. bestrifft). Trotzdem versuche ich jetzt nochmal das alles zusammen zu bekommen, weil die Woche echt richtig schoen war und ich das in Erinnerung behalten will.

Also wie gesagt hab ich mich mit Volker freitags in Darwin getroffen und wir haben uns gleich gut verstanden. Also stand ziemlich schnell fest , dass wir die Strecke von Darwin nach Alice Springs ueber den `Kakadu Nationalpark` zusammen machen wuerden. Am naechsten Tag gings dann auch schon los.

Auf der Fahrt haben wir uns wieder nett unterhalten und unser erster Stop war der `Mary River Nationalpark`, der noch vorm Kakadu lag. Wir haben erstmal Mittag gegessen und sind dann einen 2 Stunden langen Track (das war zumindest auf dem Schild angegeben) gegangen. Leider haben wir gekonnt ignoriert, dass auf dem Schild angeben war, dass man Wasser mitnehmen soll und einen Hut tragen soll. Wor sind in FLipFlops und ohne irgendetwas losgeschlappt. Nach 5 Minuten haben wir das aber schon bereut und als uns dann noch ein paar Renter entgegen kamen, die alle Huette aufhatten, Wanderschuhe an hatten und prall gefuellrte Rucksaecke auf hatten, die wahrscheinlich bis oben hin mit Wasserflaschen gefuellt waren, haben wir uns schon etwas unvorbereitet gefuehlt. Schliesslich war es mal wieder vieel zu heiss. Die Renter waren echt nett. Sie meinten es waere nicht mehr weit zum Billabong, von dem man ganz viele Voegel sehen konnte. Trotzdem mussten wir aber irgendwie ueber sie lachen. Sie hatten fuer die 4,5 km lange Srecke nicht nur die perfekte Wanderausruestung dabei, sondern jeder von ihnen hatte ausserdem eine Spiegelreflexkamera um den Haks haengen und der eine Mann hat ein riesiges Stativ mit sich rum getragen :) Naja, jeder wie er will.


Nach wenigen Minuten wurden wir schon von unserem Durst abgelenkt, als ein paar Meter vor uns ca. 15 Wildschweine den Track ueberquert haben. Das war echt cool. Voll die Herde,die einfach vor uns rum gerannt ist. Ganz kleine waren auch dabei. Und so hatten wir schon nach wenigen Stunden die ersten wilden Tiere gesehen.


Am Billabong war es echt schoen. Es gab ganz viele Voegel und angeblich auch Krokodile, von denen wir aber keine entdeckt haben. Das faszinierende an der Landschaft war, dass es ueberall total trocken war, der Boden hatte Risse und war steinhart, die Pflanzen waren ausgetrocknet, aber dann gab es ploetzlich im Nichts so ein Wasserloch. Und der trockene Boden ist auch dirket in das Wasser uebergegangen, das sah coll witzig aus. Als wir um den Billabong rumgelaufen sind, ist Volker fast auf eine riesige Spinne getreten, womit wir unser zweites cooles Tier entdeckt hatten. Auf dem Rueckweg sind uns dann noch ein paar Kaengurus und Wallabies begegnet, die entweder faul unter irgendwelchen Baeumen lagen oder froehlich durch die Gegend gehoppelt sind.

Voellig ausgetrocknet sind wir nach einer Stunde (nicht nach 2, wie auf dem Schild angegeben war; die Angaben sind aber immer voll uebertrieben) am Auto angekommen und haben erstmal unsere Wasservorraete zur Haelfte reduziert. Dann gings weiter Richtung Kakadu Nationalpark.


Zu dem Park gibt es keinen besonderen Eingang. Es gibt ja eh nur eine Strasse von Norden nach Sueden bzw. umgekehrt. Man faehrt einfach an einem `Kakadu Nationalpark - Schild` vorbei und dann ist man da. Die Landschaft vor und nach dem Schild sieht aber vollkommen gleich aus. Also nichts spektakulaeres. Trotzdem haben wir uns gefreut als wir das Schild gesehen haben und noch mehr als wir Paul gesehen haben. Ich hatte nur Mitleid mit ihm. Er ist uns auf der geraden heissen ewig langen Strasse entgegen gekommen....auf seinem Fahhrad!! Ich hab schon im Auto ohne mich zu bewegen geschwitzt und er ist mit seinem Fahrrad durch die Gegend gefahren. Naja, ich hab ihn ja gar nicht gekannt. Volker meinte ploetzlich, als wir an ihm vorbei gefahren waren: Oh Gott, den kenn ich!!. Echt verreuckt, da ist Australien schon so gross und trotzdem trifft man so viele Reisende wieder. Sogar mitten im Outback auf der Strasse, die von ca. 30 Autos am Tag befahren wird. Wir sind also umgedreht und haben dem armen Paul ein Becher Wasser gegeben. Er hat gesagt, dass wir unbedingt zum `Cahills Crossing` muessten. Das sei eine Strasse, die bei Flut ueberschwemmt wird und an der man dann ganz vielem Krokodile sieht. Nachdem er uns also einige Tipps gegeben hatte und wir ihm einige Glaeser Wasser, hat er sich wieder auf sein voll beladenes Fahhrad geschwungen und ist weiter Richtung Darwin geradelt (sein naechstes Ziel, 300!!! km weg).

Wir sind an dem Tag noch bis zum noerdlichsten Punkt vom Kakadu gefahren und haben an dem Campingplatz `Merl` uebernachtet. Bevor wir dort angekommen waren haben wir in der Daemmerung zwei wilde Pferde gesehen. Das war richtig schoen. Sie waren einige Meter neben der Strasse am grasen. Wir haben sie bebachtet. Die Sonne ist gerade unter gegangen, es gab hohes Gras, ein paar Baeume, Termitenhuegel, die in der Sonne geleuchtet haben (wegen dem roten Sand) und ein kleines Wasserloch. Dazwischen standen die Pferde. Als sie uns entdeckt haben sind sie ein wenig auf uns zu galaufen (sie waren wohl auch neugierig) und haben sich dann aber schliesslich umgedreht und sind weg galoppiert. Das war echt irgendwie magisch. Als wir auf dem Camingplatz angekommen sind, war es dann also schon dunkel. Volker hat ein Feuer gemacht, wir haben gekocht und meine letzten Goon Reste verdrueckt. Es war ein schoener Abschluss von einem schoenen ersten Tag.

Am naechsten Morgen gings direkt weiter mit unserem Abenteuer. Wie Paul es uns befohlen hatte, sind wir erstmal zum Cahills Crossing gefahren, was gar nicht weit war. Dort waren schon ganz viele Australier am Angeln. Einer von ihnen hat uns dann auch gesagt, dass erst um 12.30 Uhr Flut sei und man ja dann erst die vielen Krokodile sehen wuerde. Also sind wir zuerst nach `Ubirr` gefahren. Dort gab es ganz viel Aborigine Kunst zu bewundern. Das war das erste mal, dass ich richtig schoene Felsmalerei gesehen habe. Es gab ganz ganz viele Barramundis, andere Fische, Kaengurus, Wallabies, Schildkroeten und Menschen. Einige der Kunstwerke waren an so unerreichbaren Stellen gemalt, dass man sich bis heute nicht erklaeren kann, wie die Aborigines da frueher hin gekommen sind. Ueber uns haben wir so eins entdeckt. Es war an der Unterseite eines bestimmt 10 Meter hohen Felsvorsprungs. Ich hab mir echt nicht erklaeren koennen wie die das gemacht haben. Die Aborigines heute glauben, dass die `Mimi` Geister die Felsen einfach runter geholt haben, dann bemalt haben und anschliessend wieder an ihren Ursprungsort plaziert haben. Naja, das kann ich nicht so richtig glauben. Auf jeden Fall war es sehr beeindruckend. Ich hab gelesen, dass die aeltesten Felsmalereien im Kakadu 20000 Jahre alt sind. Es gibt auch echt richtig viele, aber nur die wenigsten sind fuer Besucher zugaenglich. Auf dem Walk haben wir auf jeden Fall ganz ganz viele gesehen. Schockiert waren wir allerdings als es ploetzlich angefangen hat zu regnen. Das war echt verrueckt. Es war voll heiss und dann hat es ploetzlich geregnet. Mir ist da erst klar geworden, dass ich seit fast 2 Monaten keinen Regen mehr gesehen hatte. Es hat in Brisbane geregnet, als ich angekommen bin und danach aber sonst nirgends mehr. Echt krank, in Deutschland regnets andauernd. Wir haben uns richtig gefreut ueber die Erfrsichung, nur um unsere Fotos haben wir uns ein bisschen Sorgen gemacht. Trotzdem sind wir auf dem Lookout gekletter. Das war hammer cool. Die Aussicht war so schoen. Es war einfach ein fesliger Berg von dem man die ganze Umgebung ueberblickt hat. Wir haben ein paar Kaengurus durch die Graeser unter uns hoppeln sehen, aber sonst nichts als Pflanzen. Es war echt schoen.


Als der Regen dann aber doch zu doll wurde, haben wir im Auto ein bisschen gewartet bis es besser wurde und sind, nachdem wir nochmal auf dem Lookout waren (es war einfach zu schoen) wieder zum Cahills Crossing. Jetzt war die Strasse ueberschwemmt und noch mehr Australier waren zum Angeln da. Wir waren von ihrem Verhalten total schockiert. Der East Alligator River war durch die starke Stroemung total aufgewuehlt und das Wasser war wirklich total undurchsichtig. Trotzdem standen die Australier teilweise sogar mit ihren Kindern direkt am Ufer und haben geangelt. Die Krokodile koennten einen halben Meter von ihnen entfert im Wasser sein und sie wueden sie nicht sehen. Und so schnell wie die Krokodile angreifen kann auch kein Vater reagieren, da ist sein Kind schon weg. Wir sind also immer in sicherem Anstand zum Ufer geblieben und das hat sich auch gelohnt. Wir standen ein bisschen weiter oben, von wo wir eine richtig gute Aussicht hatten und haben total viele Krokodile gesehen.



Es war echt cool wie die da einfach rumgeschwommen sind. Wir haben ca. 30 Meter von dem Fluss gesehen und auf dieser kurzen Strecke teilweise 5 oder 6 Krokodile. Aber sobald sie 10 cm unter getaucht sind hat man sie wirklich schon nicht mehr gesehen. Voll krass. Wir sassen auf einem Flesen neber dem Fluss und haben sie bestimmt 2 Stunden beobachtet. Manche waren auch voll gross. Einige Touristenschiffe kamen vorbei, die mit aufgedrehten Reisenden gefuellt waren, die ganz aufgeregt Fotos geschossen haben, als sie die Krokodile gesehen haben. Wir haben das gleiche gesehen (vielleicht sogar noch besser, weil wir weiter oben waren) und haben kein teures Schiff bezahlt :) Nach dieser aufregenden ersten Haelfte des Tages, gabs erstmal Mittagessen und dann gings weiter nach Sueden.Wir sind durch Jabiru, der einzigen `Stadt` im Kakadu durchgefahren. Da Volker einen richtig schlimmen Ausschlag hatte, sein ganzer Koerper war rot und pickelig und seine Handgelenke waren angeschwollen, wollten wir die Zivilisation nutzen und zum Arzt gehen. Da es aber Sonntag war, hatte der zu. Echt verueckt, die NOTaufnahme hatte sonntags zu. Naja ok. Wir haben beschlossen am naechsten Tag nochmal zu kommen.



Auf unserem Weg haben wir entschieden auf der geraden entlosen Strasse bei jeder Einfahrt anzuhalten, um zu sehen, was es da gibt. Das hat sich bei unserem naechsten Halt schon ausgezahlt. Auf dem Parklatz stand ein Schild, dass es hier einen kurzen Rundgang gibt. Wir sind an ausgetrockneten Fluessen vorbei gekommen und an einem kleinen Teich. Ueberall lagen riesen Felsen rum, die aussahen wir Pfannkuchen, die aufeinander geschichtet lagen. Echt total schoen. Irgendwie sind wir dann aber von dem `kurzen Weg` abgekommen. Wir waren jetzt auf dem `Bardedjiligji Sandstone Walk` und der war mein absolutes Highlight an dem Tasg. Es war wie eine Landschaft aus Felsen Hoehlen und Schluchten. Wir haben gesehen, dass hier auch mal Aborigines gelebt haben muessen, denn in einer Hoehle war auf einem Fels so ein Loch in einem Stein. Dort haben sie immer die Farbe fuer ihre Kunstewerke gemahlen. Wir haben aber keine Felsenmalerei entdeckt. Es war aber echt so cool. Wir sind also durch die Schluchten und Hoehlen geklettert und haben nur immer gehofft, dass wir wieder am richtigen Weg rauskommen. Hat am Ende geklappt. Ich dachte nur, wenn dieses Naturwunderwerk in Europa stehen wuerde, waere es bestimmt voll bekannt. Hier war aber niemand, wir waren die einzigen. Das war irgendwie eh immer so. Wir waren an so vielen wunederschoenen Orten und fast nie mussten wir sie mit igendwem anderes teilen. Dabei besuchen 300000 Menschen den Kakadu Nationalpark jedes Jahr. Aber er ist wohl zu gross, das verteilt sich echt gut.



Jetzt war es schon spaeter Nachmittag und wir sind auf den `Malabanjbanjdu` Campingplatz gefahren. Dort gab es kein fliesendes Wasser, das war unsre erste Hardcore Camping Nacht :) Wir waren sogar nicht alleine. Ein Australier stand mit seinem Wohnwagen auch noch dort. Neber dem Campingplatz gab es einen Billabong, um den wir dann noch rumgelaufen sind. Ganz ganz viele tote Fische lagen am Rand rum. Der Australier hat erklaert, dass die zu Beginn der Regenzeit immer sterben, weil irgendwelche Gase aus dem Boden kommen. So genau hab ichs nich verstanden, auf jeden Fall war es normal, dass die Fische alle tot waren. Es gab wieder ganz viele Voegel und auch einige Adler von denen der Volker ganz begeistert war :) Krokodile gab es auch wieder (wie an jedem Wasserloch), aber wir haben wieder keine gesehen. Fand es teilweise eh voll schwer vorstellbar, dass in ach zu kleinsten Pfuetzen Krokodile seien sollen. Naja, war aber wohl so. Auf dem Weg zurueck im Auto haben wir im Busch direkt neber uns noch eine ca. 2 Meter lange gelbe Schlange gesehen. Echt verrueckt. Man muss in Australien nur durch den Busch laufen und bekommt ohne zu suchen garantiert ne riesen Spinne, ne Schlange, sowieso immer Kaengurus, Wildschweine oder Pferde zu Gesicht. Voll cool. Auf dem Platz haben wir dann gekocht. Der Australier kam und hat uns zu einem Glas Wein und einem DVD in seinem Wohnwagen eingeladen. Da haben wir natuerlich nicht nein gesagt. Also gabs nach dem Essen noch ein schoenes Glas Wein, Nuesse, Kekse und `Sherlock Holmes`. Der Australier war 69 und ist alleine durch sein Land gereist. Voll beeindruckend. Er sah viel juenger auds aber er hat uns dirket auf seinen 70. Geburtstag eingeladen. Er meinte er wuerde mit Freunden zusammen in Melbourne feirern und haette schon ganz viele Traveller, die er auf seiner Reise kennen gelernt hat, eingeladen. Fanden wir voll nett.

Leider war die Nacht ziemlich schlimm. Da wir diekt an dem Wasserloch lagen, gab es unglaublich viele Stechmuecken. Die ganze Nacht hat man das Schwirren um sein Ohr gehoert und konnte deshlab absolut nicht schlafen. Volker hat es eh voll gejuckt wegen seinem Ausschalg.



So war der erste Stopp am naechsten Morgen das Krankenhaus in Jabiru. Und das war wirklich eine Erfahrung wert. Das `Krankenhaus` war erstmal total klein und eher wie eine Arztpraxis aufgebaut. Als wir reingekommen sind war ich direkt von den Frauen an der Anmeldung ueberrascht. Sie hatten keine weisse Kleidung oder irgendwas einheitliches an, sondern das, was sie an dem Tag wohl aus dem Schrank gezogen haben. Ausserdem waren es voll viele Arzthelferinnen. Volker musste einen Bogen ausfuellen und dann haben wir gewartet. Ich bin zuerst mal aufs Klo, wo mich die naechste Ueberraschung getroffen hat. Auf den Toilettentuereninnenseiten hingen Plakate, auf denen woertlich und bildlich erklaert war, wie man am besten auf einer Toilette sitzen solle, besonders, wenn man ein groesseres Geschaeft zu erledigen hatte. Sowas laecherliches. Ich musste echt laut los lachen. Da sass ein Typ aufdem Klo hatte beide Beine weit von sich gestreckt, hatte einen knallroten Kopf und drunter stand, dass man so doch nicht sitzen solle. Auf diversen weiteren Bildern hat der Typ die verkrueppelsten Uebungen auf dem Klo gemacht,immer mit der Bemerkung, dass es so falsch sei. Dann wurde noch erklaert welche Farbe und Festigkeit der Stuhl haben solle... Ich bin mit knallrotem Kopf lachend wieder aus dem Klo raus und musste erstmal Volker von meiner Entdeckung berichten.



Es waren fast keine Patienten in der Praxis. Wir waren da, eine Familie und eine aeltere Dame. Trotzdem sassen in der Anmedung 5 Frauen. Ich weiss absolut nicht was die den ganzen Tag gemacht haben. Wirklich nicht. Ich hab meiner mMma manchmal schon beim Arbeiten zugeguckt und ihr Tempo war gegen das der Frauen hier Lichtgeschwindigkeit. Sie sassen alle rum, haben sich unterhalten, manchmal hat das Telefon geklingelt, jede halbe Stunde kam mal ein Patient und keine von ihnen musste wohl medizinische Arbeiten machen. In Deutschland nehmen Arzthelferinnen schliesslich auch mal Blut ab usw. Hier nichts davon. Wir mussten ne Stunde warten, was ich nicht schlimm fand, aber doch verblueffend, weil es ja keine Patienten gab. Noch verbluefter war ich allerdings als wir in das` Untersuchungszimmer` kamen, was ein riesen Raum war, der mit vielen Stellwaenden in kleinere Raume unterteilt war,. Hinter jeder Wand stand ein Computer, ein Stuhl und eine Liege und in jedem kleinen Zimmer sass nochmal ein Angestellter. Das gibts doch echt nicht. Draussen schon 5 Frauen und hier jetzt nochmal 5 bis 10. Ich musste echt schmunzeln als ich das gesehen hab. Die Frau war total nett. Sie hat sich Volker genau angeguckt, ein bisschen auf ihren Computer rumgehackt und ganz viele Sachen gefragt. Gegen was er alergisch ist, was er auf der Mangofarm alles machen musste usw. Nach einer halbe Stunde hatte sie aber immernoch keine Diagnose und so hat sie die Frau in der Kabine neben sich zur Beratung geholt. Die hatte irgendwie grad eh nichts zu tun (verwunderlicher Weise) und hat die gleichen Fragen nochmal gestellt, hat sich Volkers Haut angschaut, hochkonzentriert geschaut und ist zu keinem Ergebnis gekommen. Mit derZeit kamen immer mehr der Angestellten dort zu uns. Ich war hoechst amusiert. Es war als waere Volker ein Wunder der Natur oder ein sprechender Hund oder eine sonstige Attraktion, aber ich denke in Wirklichlkeit war er einfach nur mal ein Patient und es hatten wohl alle nur eh nichts zu tun. Am Ende standen also 10 `Mediziner` um uns rum, haben an Volkers Armen rumgezogen, hoechst angestrengt diskutiert und auch mal den Nachbarn gefragt wie denn das Wochenende so war.Ich musste immer wieder an deutsche Krankenhaeueser denken und das war hier sowas von absolut nicht deutsch. Das Volker einen Mangorush hatte, dass war wohl allen klar, aber was genau er jetzt nehmen solle, wusste keiner so genau. Der Saft, der aus der Mango kommt, wenn man sie abschneidet ist aetzend und da Volker zusaetzlich zu der Arbeit mit der Frucht auch noch jeden Tag 10 davon gegessen hat, hatte er wohl einfach eine Ueberreaktion. Geschockt war ich als die Frau meinte, sie hole jetzt doch mal die Aertzin. Das hier alles waren also keine Aerzte sondern sonst was fuer Angestellte. Die Aerztin kam, hat wieder nochmal alles abgefragt und Volker dann einige Medikamente verschrieben. Ich hab gefragt, ob sie irgendeine Salbe gegen Stiche haette, denn ich hatte inzwischen ueber 100 Stiche am ganzen Koerper und es hat echt gejuckt. Ohne dass sie ueberhaupt einen Namen von mir hatte, hat sie mir dirket etwas in die Hand gedrueckt und uns sogar eine bag fuer die Medikamente gegeben. Wir mussten uns das Lachen echt verkneifen. Ich hab gefragt, was das jetzt kostet und wo wir es bezahlen sollen,und da meinte die Arzthelferin nur, dass das hier auf Spendenbasis sei. Ich konnte es echt nicht glauben. Das medizinische System in Australien ist eigentlich viel teurer als in Deutschland, aber ok. Hier gab es wohl eine Ausnahme. Auf dem Rueckweg haben wir fuer unsere Tuete voll Medizin dann 5 Dollar in die Spendenbox eingeschmissen ud haben lachend die Praxis verlassen. Das war echt der Hammer. Ich frage mich, woher sie das Geld fuer 30 Angestellte nehmen,wenn es hier vll nur genau so viele Patietenten am Tag gibt. Aber ok, es war echt eine Erfahrung wert.


Gesundheitlich perfekt versorgt, konnten wir jetzt weiter nach Sueden fahren. Da es aber total heiss war und wir beide mit dem Juckreiz zu kaempfen hatten, sind wir bei einem Campingplatz, der auch irgendwie gleichzeitig ein Hotel hatte und somit voll luxurioes war, in den Pool gegangen. Das war soooo gut. Wir haben echt voll entspant. Im Kakadu kann man ja nirgends baden wegen den Kroks, deshalb war das voll erfrischend. Da wir auch lange nicht mehr geduscht hatten, haben wir das dort dann auch gleich noch gemacht. Nach einem Mittagessen war der Tag dann auch schon fast rum. Die Zeit hat aber noch gereicht, um uns Yellow River anzuschauen. Der Billabong war total schoen. Wir haben direkt ein Krokodil gesehen und als wir auf dem Steg ein wenig weiter gelaufen sind auch ein wildes Rind, dass in der Wiese vor uns neber dem Billabong stand und entspannt gegrast hat. Das war voll schoen.Hier war es total gruen (voll interessant was es fuer unterschiedliche Landschaften im Kakadu gibt) und so hatte es echt genug zu fressen. Auf seinem Ruecken sass noch so ein weisser schoener Vogel. Total schoen anzusehen. So waren wir dann echt ne ganze Weile dort, es war einfach wieder zu toll. Danach sind wir dann noch an den JimJim Billabong, wo es natuerlich wieder Krokodile gab. Die Sonne ist gerade unter gegangen. Ueber den Billabong ist ein Baum schraeg gewachsen, auf den der Volker, kletter wuetig wie er ist, natuerlich direkt rauf ist. Von oben konnte man auch den Sonnenuntergang sehen. Ich hab ja Hoehenangst, aber trotzdem hat er mich irgenwie dazu bekommen, auch hoch zu klettern. So sassen wir dann da. Mitten im Outback auf einem alten moderigen Baum, ueber einem mit Krkodilen vollem Billabong und haben den Sonnenuntergang genossen. Es war voll schoen. Wir haben wieder ewig gelabbert (so wie irgendwie immer). Als es dann fast dunkel war sind wir weiter auf den Campingplatz. Hier wollten wir naemlich nicht schlafen, weil es bestimmt wieder total viele Insekten gab. Auf dem Campingplatz gab es dann auch sogar duschen und hier kann man echt garnicht oft genug duschen, weil es immer so heiss ist.Ich bin auch eigentlich ne Warmduscherin, aber auf der ganzen Strecke von Darwin nach Alice Springs hab ich kein einziges Mal heiss geduscht. Kalt ist viel besser gewesen.


Am naechsten Morgen gings weiter nach unten. Wir sind wieder am einem Parkplatz angehalten (das war ja die Vereinbarung), aber auf den Lookout hatten wir gar keine Lust. Es war so heiss und wir haetten auf einen Berg laufen muessen. Den Fluss wollten wir uns aber angucken. Auf dem Weg dorthin haben wir wieder ein Vorsicht-Krokodile-Schild gesehen. Das war diesmal sogar besonders gross und hat vor besonders grossen Krokodilen gewarnt.Man solle nicht mal in der Naehe essen und auch Angeln war verboten. Deshalb war die Aktion, die wir gebracht haben, wohl echt ein bisschen lebensmuede aber aufregend. Wir sind dort Schwimmen gegangen :) Das Wasser war voll klar (nicht so wie sonst immer), der Boden war weisser Sand und das Wasser war gar nicht tief. Wir konnten alles sehen. Es sah so sauber und kuehl und erfrsischend aus. Ploetzlich ist Volker einfach rein gegangen. Ich stand erst noch draussen und hab gemeint, dass er das nich machen koenne. Aber dann hab ich ihn da in dem kuehlen Wasser liegen sehen und wir haben echt keine Krokodile gesehen, also bin ich auch rein. Es war abslut kein ebtspanntes Baden und ich war auch froh, als wir lebendig wieder draussen waren, aber es war trotzem so gut.


Nach dieser aufregenden Abkuehlung gings weiter zum Nourlangie Rock. Dort gab es wieder ganz viel Kunst zu sehen. Es war echt ganz schoen. Auf den Gunwarddehwardde Lookout (keine Ahung warum das immer so kranke Namen sein muessen) sind wir auch noch hoch gelaufen. Hier war die Landschaft eher waldmaessig. Danach war die Zeit im Kakadu auch schon vorbei und es ging weiter nach PineCreek.


Die Stadt ist einzig und allein durch den Goldrausch entstanden und es gibt dort noch einige Andenken an die Stadt zu sehen. Alte Maschinen, Gleise und Bahnhoefe konnten wir bewundern. Ansonstn war die Stadt irgendwie ausgestorben. Wir haben ausser ein paar Autos keine Menschen gesehen. Wir haben Mittag gegessen, waren dann noch an einem Lookout und sind dann schon wieter.

In Katherine, der droitgroessten Stadt im Northern Territory (kleiner als Weinheim^^) angekommen, waren wir erstmal unsere Lebensmittelvorraete auffrischen, dann in der Library, in der Internet aber Geld gekostet hat, und sind dann an die Katherine Springs. Das war total cool. Heisse klare wunderschoene Quellen am Rand von Katherine.
Dort haben wir uns wieder ewig verplappert. Wir haben eine Gruppe Aborigines an der Quelle vorbei laufen sehen, die alle schon total bedrunken waren und dabei war es vielleicht erstmal 5 Uhr. Echt krass. Hier waren eh soviele von ihnen, das haben wir an dem Tag noch gemerkt. Trinken in der Oeffentlichkeit ist zwar verboten, aber trotzdem machen sie es ueberall. Auf dem Parkplatz auf dem wir standen waren Barbecues, an denen wir eigentlich Abendessen machen wollten, aber wir haben es uns dann doch anders ueberlegt. Als Volker ein Stueck zu den Tischen gefahren ist kam der erste Aborgine und wollte, dass wir ihn in die Stadt fahren. Er war total betrunken und hat uns sogar Geld dafuer angeboten, wir haben ewig gebraucht um ihn abzuwimmeln. Dann haben wir beschlossen, dass eine Flasche Wein echt schoen waere, also sind wir zum Bottleshop gefahren und haben welchen gekauft. Wieder am Parkplatz angekommen wollten wir grade unser Essen auspacken, da kam schon der naechste betrunkene Aborigine und wollte etwas zu essen. Wir haben ihm Toast mit Nutella angeboten. Er wollte aber Fisch haben. Wir haben ihm versucht zu erklaeren, dass wir keinen Fisch haben, weil wir ja nichtmal einen Kuehlschrank haben und wir ihm deshalb keinen Fisch geben koennten. Das hat ihn aber irgendwie nicht weiter interessiert, er wollte die ganze Zeit nur Fisch haben. Dann wollte er ploetzlich Ruehrei, da wir aber keine Lust hatten fuer ihn zu kochen, haben wir das auch abgelehnt. Volker, der viel geduldiger war als ich, hat ihm dann ein Nutellabrot geschmiert und nach ewigem Zoegern hat er es dann auch gegessen, obwohl er dabei immer noch von Fisch und Ei geredet hat. Echt nervig. Da wir jetzt keine Lust mehr hatten dort zu essen, weil ueberall Aborigines waren und wir Angst hatten, dass sie uns unser Essen klauen, sind wir wieder in die Stadt gefahren. Wir haben keinen Platz gefunden, an dem wir uebernachten konnten. Campingtische haben wir entdeckt, aber dort sassen meistens Aborigines. Am Ende sind wir auf einer kleinen Wiese mitten in der Stadt direkt nebern Megges gelandet. Dort war es auch echt gemuetlich. Wir haben gekocht, genuesslich gegessen, unsern Wein getrunken und ewig erzaehlt. Unterbrochen wurden wir aber dann vom dritten Aborigine an diesem Abend, der zuerst Essen wollte (das war zum Glueck schon leer) und dann Geld. Er hat uns seine Verlobte gezeigt, die an der Strasse stand und hat erklaert, dass er eine Tochter hat, die beiden ja so Hunger haetten und ob wir ihm nicht Geld geben koennten. Unglaublich. Die bekommen wirklich richtig viel vom Staat und betteln trotzdem immer. Da wir wussten, dass er das Geld nicht in Essenn sondern in sein naechstes Bier investieren wuerde, haben wir ihm nichts gegeben. Geschlafen haben wir dann letztendlich auf dem Megges Parkplatz. Das war sogar ziemlich luxurioes. Wir hatten Licht, Toiletten und es gab fast keine Insekten. Nur leider mussten wir alle Fenster und Tueren zu lassen, weil wir Angst vor den Abrorigines hatten. Die hat man die ganze Nacht rumschreien hoeren. Echt schlimm. Sie tun mir ja schon Leid, weil sie aus diesem Teuefelskreis schwer rauskommen und so wenig akzeptiert werden, aber es ist halt schon nervig.



Da Volkers Ausschalg ueberhaupt nicht besser geworden war obwohl er alle Medikamente immer genommen hatte, sind wir nochmal ins Krankenhaus gefahren. Diesmal haben wir auch das wirkliche australische medizinische System kennen gelernt. Im Krankenhaus wurde Volker erklaert, dass er hier warten koenne, bis ein Arzt Zeit haette, aber er muesse 300 Dollar zahlen nur um den Arzt zu sehen oder er koenne einen Termin um 2 bei einem Hausarzt haben fuer den er aber auch 60 Dollar zahlen muesse. Aus finanziellen Gruenden hat er sich fuer den Hausarzt entschieden.



Wir hatten jetzt aber noch  4 Stunden Zeit, also sind wir in den Katherine Gorge Nationalpark gefahren. Dort haben wir erstmal gefruehstueckt. Zwischen den Campingtischen sind wieder die Kaengurus rumgehoppelt, es war echt schoen. Dann waren wir ganz viel baden. Durch den Nationalpark verlaeuft ein Fluss, der tiefe Schluchten in den Fels gefressen hat. Das Wasser ist krokodilfrei und in der Trockenzeit ist die tS



Stroemung auch nicht so stark. Also waren wir dann erstmal im Fluss. Dann gings auf einen Lookout oben auf einer Schlucht. Die Aussicht war voll schoen. Um uns von dem anstrengenden Ausstieg anzukuehlen sind wir dann nochmal ins Wasser und diesmal auch eine Schluchtseite etwas hoch geklettert und ins Wasser gesprungen. Es war echt voll hoch, ca. 10 Meter haben wir geschaetzt und ich hatte auch ein bisschen Angst als wir da oben waren. Aber es hat Spass gemacht.



Um zwei gings dann in die Arztpraxis. Was das Arbeitsklima und das Arbeitstempo betrifft war es absolut mit Jabiru vergleichbar. Ich hatte das zwar schon gesehen, aber ich war wieder schockiert. Also die Frauen dort hatten echt nix zu tun, bzw. ich weiss nicht was sie die ganze Zeit gemacht haben. Diesmal waren wir die einzigen Patienten. Trotzdem mussten wir noch ne Weile warten bevor wir zum Arzt konnten. Naja, der Arzt war dann das absolute Highlight. Er war Assiate und echt ne Lachnummer. Wir kamen rein, er hat Volker betrachtet, sich die Medikamente angeguckt, die er genommen hat und die ueblichen Fragen gestellt. Bis dahin war ja noch alles in Ordnung, aber dann hat er sich an seinen Computer gesetzt, der seitlich zu uns stand (ich konnte perfekt sehen was er gemacht hat) und google geoeffnet. Er hat ohne scheiss Mangorush gegooglet!!!. Wir haben das gesehen, uns geschockt angeschaut und mussten uns das Lachen echt verkneifen. Ich konnte das nicht glauben. Der einzige Arzt in der Pampa ist anscheinend komplett unqualifiziert. Er hat ewig vor seinem PC gesessen, dann hat er mal noch medicine hinzugefuegt und ewig gesucht. Volker hat dann ganz dezent mal gafrgt, ob er denn viele Patienten mit Mangorush haette, und zu unserer Ueberraschung meinte der Arzt: ja ja, gaaanz viele!!!. Ok, dann muesste er doch aber erst Recht wissen, was man dagegen macht. Wir sassen da, haben immer mal wieder unglaeubige Blicke gewechselt, ich hab als mal den Kopf geschuettelt und mir das Lachen verkniffen. Nach ca. einer halben Stunde hat er sich dann mit einem Gesichtsausdruk als haette er nun den absoluten Durchblick zu uns umgedreht und Volker noch eine Salbe und Medikamente verschrieben, die er zusaetzlich noch nehmen solle. Er war jetzt bei 7 Tabletten am Tag :) Als wir die Praxis verlassen haben, war wieder niemand im Wartezimmer. Wir mussten sowas von losprusten als wir draussen waren. Echt unglaublich. Die haeufigste Allergie zu dieser Jahreszeit und der Mediziner muss sich erstmal den Wikipedia Arikel dazu durchlesen. Kein Wunder, dass die Aerzte hier so ewig brauchen fuer jeden Patienten.



Nachdem wir in der Apotheke waren war es dann schon spaeter Nachmittag. Wir sind noch etwas weiter nach Sueden gefahren und sind zu den Bitter Springs. Das waren wieder heisse Quellen, die wirklich unglaublich schoen waren. Ueberall waren Palmen (keine Ahnung wo die her kamen, ueberall sonst war Steppe) , und das Wasser war voll weich. Volker hatte eine Taucherbrille dabei, die er mir gegeben hat. Ich hab direkt unter uns eine Schildkroete schwimmen sehen. Das war so cool. Und es war wieder sonst niemand da. Wir waren alleine im Paradies. Dort haben wir uns dann wieder leider verplappert und sind erst weiter als es schon fast dunkel war. Das war leider der Fehler. Ploetzlich kam naemlich von der Seite ein armes kleines unschuldiges Wallabie auf die Strasse gerannt. Volker konnte unmoeglich bremsen und ausweichen waere auch keine gute Idee gewesen. Wir haben es ueberfahren. Das war so schlimm. Wir sind direkt umgedreht, um zu sehen ob es noch lebt. Als wir auf es zugelaufen sind, hat es noch ein bisschen gezappelt. Es hat mir so Leid getan. Es war echt so suess. Aber ich hab gedacht, dass wir es hier nicht so liegen lassen koennen. Wir wollten es toeten, dass es nicht noch ewig leidet und dann zur Seite legen. Volker hat unser Obstmesser geholt, aber als er wieder auf es zu ist, hat es sich schon nicht mehr bewegt. Es war tot. Also hat er es am Schwanz genommen und auf die Seite gezogen. Direkt daneben lag schon ein anderes Wallabie, von dem aber nur noch die Knochen uebrig waren. Ich hab nur gedacht, ok, in einer Woche sieht das hier genauso aus. :( Total schockiert von diesem Erlebnis sind wir auf den Campingplatz ein paar Kilometer vor Mataranka gefahren. Dort gab es wieder nichts. Er war diekt am Fluss und es gab nur eine Feuerstelle und einen Tisch. Dort haben wir es uns dann auch gemuetlich gemacht und abend gegessen. Wir haben auf der Feuerstelle gekocht, war voll witzig. Dann sind wir ziemlich frueh ins Bett (so wie eigentlich immer), weil man ja ohne Licht nicht so viel machen kann.



Am naechsten Tag sind wir dann ganz frueh aufgestanden, weil wir an die Rainbow Springs direkt in der Naehe wollte nund danach zum Barramundi Feeding, dass in Mataranka an einem Restaurant schon um halb 10 war. So sind wir dann schon um 7 oder so los. Das war richtig gut, denn so war wieder niemand an der Quelle. Diesmal war das Wasser so sauber, dass nichts in der Quelle gelebt hat oder gewachsen ist. Es war total angenehm darin zu baden und das Wasser war unglaublich klar. Ueberall in den Palmen um die Quellen hingen Flughunde. Echt ueberall. Die Palmen waren richtig schwarz. Und es war total laut, weil viele nicht geschalfen haben. Wir sind dann noch in den Fluss, der wohl der gleiche war, an dem wir nachts geschlafen haben. Hier gab es Freshwaterkrokodile, die werden aber nur maximal 2 oder 3 Meter gross undfressen keine Menschen. Deshalb war das Schwimmen dort erlaubt. Trotzdem bin ich einmal voll erschrocken als vor mir im Wasser ein Stock geschwommen ist, der ganz viele Zacken hatte. Von weitem sah das aus, wie der Schwanz von einem Krokodil.

Das Wasser war auch hier total weich und schoen, aber nicht mehr so warm. Rechts und links hingen die Palmen ueber das Wasser, man hat Voegel und Flughunde gesehen. Es war so hammer geil. Nach einer schnellen Dusche (die echt noetig war) gings dann zum Barramundi Feeding. Das war auch richtig cool. Der Mann hat uns einiges ueber die Barramundis erklaert und wir durften sie auch selber fuettern. Sie waren richtig schnell. Man muss nur einen kleinen Fisch hinhalten und ploetzlich ist er schon weg.


Dann gings wieder auf den Suart Highway. Da Volker so schmerzen in seinen Armen hatte, wenn er geschalten hat, bin seit Katherine auch mal ich gefahren. War gar nicht schwer, halt nur auf der anderen Seite. Auf dem ewig langen Weg waren wir ueber jede Raststaette froh. Und da die Kneipen irgendwie Leute anlocken muessen (so busy ist der Staurt Highway schliesslich nicht) haben sie alle etwas besonderes zu bieten. Der naechste Pub an der Strasse war der `Pink Panther Pub`. Dort gab es einen kostenlosen Zoo, in dem man Kaengaroos, Emus, ganz viele Voegel, Krokodile und andere Echsen bewundern konnte. Ausserdem war alles in Pink gehalten und ein riesiger Pink Panther hat den Eingang des Pubs geschmueckt. Dort haben wir uns dann also ein bisschen aufgehalten und alles angeschaut bevors wieder weiter auf die grosse Fahrt ging.

Als naechstes gings nach `Daly Water`. In der Stadt leben ganze 30!!! Menschen. Sie besteht aus einem Pub, dem beruehmten `Daly Waters Pub`, ein paar Unterkuenften, einer Tankstelle, joa, das wars auch schon, mehr hab ich zumindest nicht gesehen. Daly Waters war frueher eine Auftankstelle fuer Quantas. Echt kaum vorzustellen, da ist naemlich sonst nix. Der Pub war richtig cool. Ueberall hingen BH`s, Unterhosen und Ausweise von irgendwelchen Reisenden, die ein Andenken im Outback lassen wollten. Ausserdem gab es Sammlungen von FlipFlops, Huetten, Autoschildern, Stickern, Fussballverein T- Shirts, Flaggen und noch ganz viel mehr. Man haette Stunden damit verbringen koennen sich einfach nur alles anzuschauen. Echt cool. Dort haben wir dann auch Mittag gegessen bevor es weiter ging.

Wir haben es an dem Tag bis kurz vor Tennant Creek geschafft. Auf einem Campingplatz einige Kilometer davor wollten wir die Nacht verbringen und das war echt die aufregendste aber auch schoenste Nacht auf unsrer Reise.
Wir hatten wieder einen ganzen Platz fuer uns allein mit Feuerstelle und Tisch, das war aber mehr eine Plattform als ein Tisch (was sich spaeter als sehr nuetzlich rausgestellt hat). Toiletten gab es leider nicht. Um den Platz gab es nur ein paar Felsen und Steppe. Als wir angekommen sind war es schon dunkel und so hab ich zuerst nicht gesehen, was mich da gezwickt hat. Ich stand an der Seitentuer und wollte mir eine lange Hose holen, da hab ich es ganz oft an meinen Beinen zwicken gespuert. Als ich mit meiner Taschenlampe hin geleuchtet hab, hat mich echt der Schock getroffen. Meine ganzen Beine waren voll mit Ameisen. Die sind echt bis hoch geklettert und fanden mich wohl besonders lecker. Souveraen und reif wie ich bin hab ich natuerlich genau richtig reagiert: Ich hab die Arme nach oben geschmissen, geschrien und bin panisch im Kreis gerannt. Die Plattform war meine Rettung, ich bin hochgesprungen und hab alle Ameisen runter geschlagen, natuerlich hab ich dabei weiterhin geschreien. Volker fand das ganze ziemlich amuesant. Naja, an diesem Abend hab ich die Plattform nicht mehr verlassen. Das fand er dann wohl nicht so gut. Er musste deshalb naemlich das Auto so umparken, dass wir von der Plattform an den Kofferraum gekommen sind. Wir haben dort gekocht, gegessen und gechillt. Irgendwie sind die Ameisen zwar unglaublich schnell Beine raufgekrabbelt aber auf der Plattform waren gar keine. Unser Glueck. Es war ein wunderschoener Abend, der Himmel war voll klar und dadurch, dass wir so in der Pampa waren waren die Sterne voll hell. Ausserdem gab es ausser den Killerameisen gar keine Insekten. Die perfekten Bedingungen fuer eine Nacht unterm Sternenhimmel. Da ich mich geweigert habe unsere `Insel` zu verlassen, musste Volker ueber den Kofferraum ins Auto klettern und das `Bett` rausholen. Es war echt total schoen unter den Sternen einzuschlafen und morgens vom Sonnenaufgang geweckt zu werden :)

In Tennant Creek waren wir morgens erstmal eeeewig fruehstuecken. Volker hat seine superleckeren Pencakes gemacht (so wie fast jeden Morgen) und er hat auch (so wie fast jeden Morgen) viel zu viele gemacht. Sie waren echt wieder voll gut und wir haben uns mal wieder verquatscht. Ich glaub wir sassen ueber zwei Stunden auf der Bank und haben gelabbert. Errinnerung an mich selbt: Wenn ich heirate ist Volker eingeladen :) Dann waren wir in dem Fluss, der genau neber den Barbecues war, eine Runde schwimmen. Auf der kleinen Insel mitten im Fluss haben wir uns dann aber wieder verplappert. Naja, dann gings noch entspannt duschen und dann endlich in die Innenstadt. Dort haben wir erstmal Brot gekauft und Postkarten eingeschmissen. Meine sind mal wieder nicht angekommen (Sorry an Mama + Papa + Max, Oma, Fjan, Benni und Alex). Da wir abends immer total Lust auf Wein hatten, weil wir ja sonst auch nicht viel machen konnten, wollten wir uns fuer diesen Abedn welchen kaufen.
Die Bottle Shops haben aber erst um 2 aufgemacht, also mussten wir solange warten. Wir haben uns gefragt, ob das schon eine Art Suchtverhalten ist, haben uns dann aber (um unser Gewissen zu beruhigen) geeeinigt, dass es das natuerlich nicht ist.

Jetzt war es also schon nachmittag und wir hatten erst ein paar Kilometer zurueck gelegt. Viel mehr wurden es an dem Tag auch nicht mehr. Wir sind ca. 100 km weiter zu den `Devils Marbles` gefahren, wo wir auch die Nacht verbracht haben.
Im anderen Blog (der der weg ist) hatte ich genau erklaert wie die entstanden sind, das weiss ich jetzt aber nicht mehr. Auf jeden Fall sind es ganz viele riesige runde Steine, die aufeinander gestappelt sind. Total schoen dort. Genau wie der Ayers Rock sind sie rot, weil die Eisenpartikel im Stein gerostet sind. Wir haben dort ganz viele coole Fotos gemacht, sind einen 300 Meter langen Walk um die Felsen gelaufen, fuer den man laut Schild 20!!! Minuten braucht. Wir waren erstaunlicher Weise nach 5 Minuten durch und das obwohl wir ca. 100 Fotos gemacht haben. Naja, ok. Auf einen Berg runder Felsen sind wir auch hoch geklettert (das haette ich wahrscheinlich ohne Volker auch nicht gemacht bei meiner Hoehenangst). Aber es war wunderschoen. Wir hatten voll die gute Aussicht und sassen ewig da oben. Dann gings auf den Campingplatz direkt daneben, wo wir gegessen und auch wieder draussen geschlafen haben. Leider gab es an diesem Abend keinen schoenen Sonnenuntergang (der soll dort wegen den roten Steinen total schoen sein) weil es voll bewoelkt war. Aber der Abend war trotzdem voll schoen.

Morgens sind wir ziemlich frueh aufgewacht und Volker hat zuerst mal das Lied `Somebody I used to know` laufen lassen. Auf der langen Fahrt haben wir natuerlich ganz viel Musik gehoert und das Lied hatte er auf seiem Handy. Ich fand es voll toll und wollte es unbedingt haben. Er hat es mir geschickt und an dem Morgen also abgespielt. Das war echt suess. Ich lag also auf der Plattform, hab gespuert wie mich die aufgehende Sonne kitzelt, den blauen Himmel gesehen und das Lied gehoert. Ein schoeneres Aufwachen kann ich mir nicht vorstellen.

An diesem Tag mussten wir in Alice Springs ankommen. Es war schon der 22.10 und Volker sollte seine Eltern am 23. vom Flughafen in Alice Springs abholen. Wir hatten also einiges zu fahren an dem Tag. An einigen Pubs gabs trotzdem wieder Stopps. Der erste war `Wycliffe`. Die Tankstelle bzw. Unterkunft bzw. Pub ist dafuer beruehmt, dass es ganz viele Biersorten von der ganzen Welt verkauft und (vielleicht gerade deshalb) unwahrscheinlich oft Ufos dort gesichtet werden. Deshalb war auch alles im Alien Style dort. Ueberall gabs Raumschiffe und Alien gemalt, eine ganze Wand war geschmueckt mit Zeitungsartikeln ueber den Pub und die Ufos und Alien, die sich immer wieder dort hin verirren, es gab wieder Emus und Huehner. Die fand Volker total toll, schliesslich haben sie zu Hause auch welche. Er hat eins gefangen und gekuschelt :) Ein paar Kinder, die dort gewohnt haben, haben uns ganz aufgeregt alles gezeigt und wir haben sogar ne ganz fette Spinne entdeckt. Naechste Haltestelle war `Aileron`. Dort gab es eine riesige Statur von einer Aborigine und ihrem Kind. Nach einer kurzen Fotosession und einer erfrsichenden Wasserschlacht gings weiter. Im Auto haben wir, um uns die Zeit zu vertreiben, ein paar Spiele gespielt. Zum Beispiel `Personenraten` oder wie auch immer das heisst. Jeder denkt sich fuer den anderen eine Person aus und man muss mit Ja- Nein- Fragen herausfinden, wer man ist. War voll lustig. Ich war Donald Duck und Vokler war Heidi. Da er da absolut nicht drauf gekommen ist, obwohl ich ihm den Tipp gegeben hab, dass seine Person Ziegen und Ziegenmilch liebt, hatte ich das Speil gewonnen :) Noch cooler war es dann, als wir ploetzlich das `Alice Springs` Schild gesehen haben. Wir hatten es geschafft. Wir sind 1500 Kilometer von Darwin nach Alice Springs gefahren.

Wir waren kurz im Hungry Jacks (Burgerking) und sind dann den dirket daneben liegenden Anzec Hill raufgelaufen, von dem man ueber die ganze Stadt schauen konnte. Im YHA Hostel, in dem ich Basti wieder getroffen hab, haben wir dann heimlich geduscht und wollten dann auf dem Anzec Hill Abendessen machen und auch dort auf dem Parkplatz uebernachten.

Im Hostel haben uns alle davon angeraten. Schliesslich ist Alice Springs wegen den ganzen Abrigines die gefaehrlichste Stadt in Australien. Wir haben es aber absolut nicht eingesehen ein Hostel zu bezahlen, wenn wir auch ein Auto haben. Also sind wir auf den Anzac Hill, haben auf den Baenken dort mit Blick auf die Stadt gekocht und unser letztes gemeinsames Abendessen und die letzte Flasche Wein genossen. Es war echt schoen. Bevor wir ins Bett sind wollte ich nochmal die Toilette des Hungry Jacks nutzen. Wegen den ganzen Geschichten, die ich gehoert hatte, hatte ich schon ein bisschen Angst dort hin zu laufen, obwohl es vielleicht nur 200 Meter waren. Als dann auch noch ein Auto neber mir hergefahren ist, hab ich echt Panik bekommen. Gluecklicherweise war das aber nur ein besorgter Australier, der meinte, ich solle nicht nachts allein hier rum laufen und wollte, dass ich bei ihm einsteige. Das hab ich dann allerdings aber auch dankend abgelehnt. Da der Hungry Jacks schon zu hatte, war die ganze Aufregeung eh umsonst. Volker hat nur gemeint als ich wieder zurueck war: `Wer war das? Was wollte der? Ich hab mich schon auf ne Verfolgungsjagd eingestellt!!` Echt suess :D

Naja, die Nacht war auch eher aufregend, weil auf dem Parkplatz ganz viele Aborigines waren, die sich dort betrunken haben. Ein Glueck haben sie uns in dem Auto nicht entdeckt.

Am naechsten Tag haben wir uns mittags nochmal getroffen, um unsere Bilder auszutauschen. Ich hab Volkers Eltern kennen gelernt, die voll sympathisch waren und habe noch eine Mango zum Abschied bekommen :)

So war auch diese aufregende Woche schon vorbei. Ich habe sie total genossen. Wir haben so viel gesehen und erlebt und das `Im Auto leben` hat mir auch echt gefallen. Viel praktischer als immer den fetten Rucksack ueberall mit hin schleppen zu muessen. Naja, das war jetzt aber vorbei. Ich hoffe, ich habe alles einigermassen richtig zusammen bekommen, auch wenn dieser Blog lang nicht so informativ ist, wie der andere war, hoffe ich, dass er euch gefaellt. Ich werde diese 8 Tage nie vergessen und danke hiermit dem ` Bushman, der der Lady die Welt gezeigt hat` ;) Ich werde immer an ihn und die schoene Zeit denken wenn ich ` Somebody I used to know` hoere.

Ich hab euch lieb.
Eure Franzi

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