Hey Leute,
da mein Facebook hier grade total haengt, ich euch aber unbedingt Fotos vom Tauchen zeigen will, lade ich sie jetzt hier hoch, auch wenn ich noch nichts darueber geschrieben habe :)
Montag, 26. September 2011
Samstag, 24. September 2011
Stadtstadt und magnetische Insel :D
Also englische Namen hoeren sich wirklich immer irgendwie besser an :D Naja, also mein naechster Stop war Townsville.
Dort bin ich mittags um 2 angekommen, aber hatte nichts ausser die Adresse von Anja, meiner naechsten Couchsurferin. Als ich endlich einen Stadtplan gefunden hatte, hab ich erstmal gemerkt, dass sie ungefaehr am anderen Ende der Stadt wohnt und die Busstation, die dahin faehrt auch mindestens 15 Minuten weg ist. Da ich ja keine andere Wahl hatte, hab ich mich mit meinem 20 Kilo Rucksack auf dem Ruecken, dem 5 Kilo Rucksack am Bauch und na Tasche mit Essen in der Hand auf den Weg gemacht. Ich glaube ich sah ziemlich bemitleidenswuerdig aus, wie ich da bei 30 Grad in Flipflops und Gepaeck fuer ein ganzes dritte Welt Land durch die Innenstadt gestapft bin. Deshalb hat es auch keine 5 Miuten gedauert bis mich ein alter nett aussehender Mann angesprochen hat und gefragt hat, wo ich denn hin moechte. Da ich selber nich so genau wusste wie man da hin kommt und ihm nur die Stasse nennen konnte hat er seinen Atlas rausgeholt, kurz geschaut und dann gemeint, dass das zwar nicht auf seinem Weg liegt und doch ein ganz schoenes Stueck sei, aber dass er mich dort gerne hinfahren wuerde. Nachdem mir wieder kurze Zweifel durch den Kopf gehuscht sind, ob ich jetzt bei diesem voellig fremden Mann ins Auto steigen soll, musste ich an den weiten Weg denken, denn ich sonst noch vor mir hatte und hab deshalb sein Angebot dankend angenommen. Er war wirklich total nett und hat mich bis vor die Haustuer gefahren. Als ich mich zum 1000. mal bedankt habe, meinte er nur, dass er jeden Tag fuer jemand anderen etwas Gutes tun will und froh ist, dass er das heute nun tun konnte. Sehr lobenswerte Einstellung finde ich :)
Anja und Troy waren wirklich super nett. Nachdem ich mein Zeug in die Waschmaschine gestopft hatte und ein wenig ihren Laptop genutzt habe, hat Troy auch schon ein super leckeres Essen gekocht. Anja ist Deutsche und studiert jetzt aber in Cairns, um bei Troy sein zu koennen. Troy ist ein super Koch und ein Kuenstler :) Er bastelt total gerne und ist super kraetiv. Wie es das Vorurteil so will, dachte ich eigentlich die ganzen schoenen selbstgemachten Dinge in ihrer Wohnung waeren Anjas Werk, aber da hatte ich mich geirrt :)
Am naechsten Tag bin ich dann mit dem Bus wieder in die Innenstadt gefahren, um mir alles Sehenswerte anzusehen. Ich war im Reef HQ, dem groessten Korallen und Graet Barrier Reef Fische Aquarium ueberhaupt. Das war wirklich richtig interessant und wieder total bunt.
Das Great Barrier Reef ist der groesste lebende Organismus der Welt und der einzige , den man vom Weltraum aus sehen kann. Es ist eines der sieben Weltwunder und ist so gross wie Deutschland. Verrrueckt oder? Ein Organismus so gross wie Deutschland!!! Es ist 2300 km lang und 25 bis 250 km breit und das zu Hause von 1500 verschiedenen Fischen, 4000 Muschel Arten, 360 verschiedenen harten Korallen, 1/3 aller weichen Korallen auf der Welt und beinhaltet 900 Inseln.
Viele dieser Fische und Muscheln konnte man in dem Aquarium sehen. Ich hab Haie, ganz bunte Korallen, Schildkroeten und sogar ganz viele Nemos gesehen :)Hab mir einen Vortrag ueber verschiedene Hai Arten angehoert und Schutzprogramme fuer Schildkroeten und war bei der Fuetterung dabei.
Dann war ich noch im Cultural Centre, wo die Geschichte der Aborigines in Townsville aufgefuert war und wieder ganz viel ihrer Kunst gezeigt wurde und ich war im Botanic Garde, der war aber total winzig war. Ich weiss auch nicht, aber irgendwie kann den Botanic Garden in Brisbane nichts toppen :)
Abends hab ich dann fuer Anja und Troy Chilli gekocht und Knoblauchbrot aufgebacken. Hat ganz gut geschmeckt hoffe ich :)
Am naechsten Tag hatten die beiden Uni- und arbeitsfrei und mich zu einem Nationalpark gebracht, wo ich so einen Riesenlizzard gesehen hab. Bis ich meinen Foto drausen hatte war der allerdings schon wieder weg. War aber trotzdem cool. Von Anja hab ich erfahren, als ich gefraft hab, obs hier letztens gebrannt hat, weil ueberall Asche war, dass oft absichtlich im Winter Feuer in National Parks gelegt werden, um eine Art Barriere zu bilden, falls ein richtiges Feuer ausbricht. Echt krass: die muessen Fuere legen , um Feuer zu verhindern :)
Dann sind wir an den Strand in Townsville, der den verrueckten Namen `The Strand` traegt und haben dort gepicknickt. Troy hat eine super leckere Cracker, Dip, Wuerstchen, Kaese Platte vorbereitet. Anschliessend haben mich die zwei zu Castle Hill gefahren, ein Berg mitten ins Townsville, den man besteigen kann und von dem man eine super Aussicht auf Townsville und Magnetic Island hat. Es war zwar richtig steil und wirklich anstrengend, aber ich habe es trotzdem nicht bereut. Die Aussicht war der Wahnsinn, also hab ich mich dort auch eine ganze Weile aufgehalten und einfach nur den Moment genossen. Als ich auf einem der Wege lang gelaufen bin hab ich auch ploetzlich direkt daneben eine Riesenechse gesehen, die dort in der Sonne gechillt hat. Echt krass. Ich war ganz nah und musste sie irgendwie 5 Minuten anstarren, weil ich es so cool fand, dass da einfach so ein risiges wildlebendes Tier sitzt, das man bei uns nur im Zoo sieht. Einige Australer sind vorbei gelaufen, also wuerde da nur ein Kieselstein liegen. So sind die Unterschiede :D Naja, ich fands toll. Wieder unten von dem Berg bin ich dann noch ins Museum gegangen, dass auch wirklich interesssant war.
Vor einigen Jahren wuerde im Grat Barrier Reef das Schiffswrack der Pandora gefunden, was irgendwie voll des Wunder war. Also wurden ganz viele Teile von dem Schiff ausgestellt und die Geschichte davon erzaehlt.Die HMS Pandora war eine 24 Kanonen tragende Fregatte der Porcupine-Klasse, die 1790 von der britischen Admiralität unter dem Kommando von Kapitän Edward Edwards ausgesandt wurde, um die Meuterer der Bounty gefangen zu nehmen.(siehe Wikipedia Artikel :)) Ausserdem konnte man dort viel ueber Korallen, Tiere und Pflanzen von Australien lernen. Danach hab ich mich noch etwas an den Strand gelegt und den Sonnenuntergang genossen.
Abends hab ich dann noch in das `Couchsurfing-Buch` von Anja und Troy geschrieben. Voll die witzige Idee finde ich :)
Am naechsten Morgen haben mich die 2 dann zur Bushaltestelle gefahren, denn an diesem Tag wollte ich nach Magnetic Island.
Magnetic Island hat ihren Namen,(wie fast alles in Queensland) von Captain James Cook. Als er um die Insel geschippert ist, haben seine Instrumente verrueckt gespielt, weshalb er darauf getippt hat, dass die Insel magnetisch ist. Obwohl das ein Irrtum war, traegt die Insel jetzt den Namen Magnetic Island. Das einzige was sie jedoch anzieht sind Besucher :) Und so auch mich :) Mit der Faehre bin ich eine halbe Stunde zu der von Townsville 8 Kilometer entfernten Insel geschippert und anschliessend mit dem Bus nach Horseshoe Bay im Norden gefahren.
ch hatte zwei Naechte im YHA Hostel gebucht. Es war wirklich richtig schoen. Mitten im Wald ueberall kleine Huetten, die total sauber und echt in Ordnung waren. Abends bin ich dann nur noch ins Internet und habe den naechsten Tag gaplant. Da ich nur einen Tag auf der Insel hatte, wollte ich soviel wie moeglich machen und bin frueh ins Bett. Am naechsten Morgen bin ich dann schon um halb 9 los. Magnetic Island ist nicht wirklich gross, man kann fast ueberall hinlaufen und die Insel besteht fast komplett aus National Park. Es gibt nur 4 kleine Buchten, wo auch einige Leute leben. Horseshoe Bay, Arcardia, Nelly Bay (wo auch die Faehren anlegen) und Picnic Bay. Durch den Regenwald gibt es ganz viele Wanderwege, die ich dann auch bestritten habe. Ich bin nach Arcadia und Nelly Bay gelaufen. Das war total schoen. Die Wanderwege waren nur ganz schmale Pfande, die durch den Regenwald gingen. Alle 10 Meter ist eine Eidechse vor einem hinter den naechsten Busch gehuscht und es gab total viele Lookouts. Die Insel ist sehr huegelig, deshalb war es auch ziemlich anstrendgend, aber wie gesagt hat es sich gelohnt. In Nelly Bay angelangt hab ich im eizigsten Supermarkt der Insel erstmal eingekauft und bin dann mim Bus zurueck nach Horseshoe Bay gefahren, denn um 3 sollte schon das naechste Highlight statt finden.
Ich habe eine Reittour gebucht, das war wirklich sehr interssant. Ich habe heraus gefunden, dass ich absolut nicht zum Reiten gemacht bin. Am Anfang hab ich mich noch total darauf gefreut und war sogar ein bisschen aufgeregt. Die Pferde sind auch extra fuer Anfaenger und total lieb. Aber ich hatte trotzdem das Gefuehl, dass ich absolut keine Kontrolle ueber `Little Man`, mein Pferd, hatte. Wir sind von der Ranch durch den Regenwald Richtung Strand geritten und das Pferd ist auch losgelaufen wenn ich es wollte, das fand ich schonmal total cool. Das hiess es aber ploetzlich, dass wir jetzt galoppieren koennen, WENN WIR WOLLEN. Ich habe kein Signal gegeben, aber trotzdem hat Little Man angfangen zu galoppieren als es das Pferd vor ihm gemacht hat. Und er hat nicht mehr aufgehoert!!! Das war absolut nicht mein Ding. Ich bin auf diesem Pferd rumgedopst wie ein ausgeleierter Gummiball und hatte immer das Gefuehl, jeden Moment runter zu fallen. Das muss dermassen bescheuert ausgesehen haben. Ich musste an die Szenen aus dem Film `1 und 1 macht 4` denken, in der die Hauptdarstellerin auf einem Pferd sitzt, das losrennt und sie um Hilfe schreit. Letztendlich rettet sie dann aber ihr zukuenftiger Ehemann.Mich hat niemand gerettet! Mein Hintern hat nach einer gewissen Zeit so wehgetan, dass ich dachte, dass ich niewieder normal laufen kann. Ich war so froh, als das Pferd vor uns wieder normal galaufen ist, dann hat es ihm Little Man naemlich gleich getan. Immer wenn es aber hiess: galoppieren, hab ich schon voll verkrampft, dadurch musste ich aber ueber mich selber lachen und sah glaub ich noch viel bekloppter aus. Naja, also so hab ich es dann irgendwie zum Strand geschafft, wo den Pferden die Sattel abgenommen wurden, wir in unsere Bikinis geschlupft sind und dann mit den Pferden im Wasser waren. Das war schon irgendwie cool, aber man hatte echt fast keinen Halt und ich bin wieder wie eine Parkinson Kranke auf dem Pferd rumgezuckt. Das hat mir am Ende so Leid getan. Das arme Pferd hat da die Oberanfaengerin abbekommen, die zu doof zum Sitzen ist. Naja, es war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung. Ich will nie wieder Reiten.
Am naechsten Tag gings dann mit der Faehre zurueck nach Townsville und von dort mim Bus nach Mission Beach, davon erzaehl ich euch aber in meinem naechsten Eintrag :)
Ich hab euch lieb. Eure Franzi
Dort bin ich mittags um 2 angekommen, aber hatte nichts ausser die Adresse von Anja, meiner naechsten Couchsurferin. Als ich endlich einen Stadtplan gefunden hatte, hab ich erstmal gemerkt, dass sie ungefaehr am anderen Ende der Stadt wohnt und die Busstation, die dahin faehrt auch mindestens 15 Minuten weg ist. Da ich ja keine andere Wahl hatte, hab ich mich mit meinem 20 Kilo Rucksack auf dem Ruecken, dem 5 Kilo Rucksack am Bauch und na Tasche mit Essen in der Hand auf den Weg gemacht. Ich glaube ich sah ziemlich bemitleidenswuerdig aus, wie ich da bei 30 Grad in Flipflops und Gepaeck fuer ein ganzes dritte Welt Land durch die Innenstadt gestapft bin. Deshalb hat es auch keine 5 Miuten gedauert bis mich ein alter nett aussehender Mann angesprochen hat und gefragt hat, wo ich denn hin moechte. Da ich selber nich so genau wusste wie man da hin kommt und ihm nur die Stasse nennen konnte hat er seinen Atlas rausgeholt, kurz geschaut und dann gemeint, dass das zwar nicht auf seinem Weg liegt und doch ein ganz schoenes Stueck sei, aber dass er mich dort gerne hinfahren wuerde. Nachdem mir wieder kurze Zweifel durch den Kopf gehuscht sind, ob ich jetzt bei diesem voellig fremden Mann ins Auto steigen soll, musste ich an den weiten Weg denken, denn ich sonst noch vor mir hatte und hab deshalb sein Angebot dankend angenommen. Er war wirklich total nett und hat mich bis vor die Haustuer gefahren. Als ich mich zum 1000. mal bedankt habe, meinte er nur, dass er jeden Tag fuer jemand anderen etwas Gutes tun will und froh ist, dass er das heute nun tun konnte. Sehr lobenswerte Einstellung finde ich :)
Anja und Troy waren wirklich super nett. Nachdem ich mein Zeug in die Waschmaschine gestopft hatte und ein wenig ihren Laptop genutzt habe, hat Troy auch schon ein super leckeres Essen gekocht. Anja ist Deutsche und studiert jetzt aber in Cairns, um bei Troy sein zu koennen. Troy ist ein super Koch und ein Kuenstler :) Er bastelt total gerne und ist super kraetiv. Wie es das Vorurteil so will, dachte ich eigentlich die ganzen schoenen selbstgemachten Dinge in ihrer Wohnung waeren Anjas Werk, aber da hatte ich mich geirrt :)
Am naechsten Tag bin ich dann mit dem Bus wieder in die Innenstadt gefahren, um mir alles Sehenswerte anzusehen. Ich war im Reef HQ, dem groessten Korallen und Graet Barrier Reef Fische Aquarium ueberhaupt. Das war wirklich richtig interessant und wieder total bunt.
Das Great Barrier Reef ist der groesste lebende Organismus der Welt und der einzige , den man vom Weltraum aus sehen kann. Es ist eines der sieben Weltwunder und ist so gross wie Deutschland. Verrrueckt oder? Ein Organismus so gross wie Deutschland!!! Es ist 2300 km lang und 25 bis 250 km breit und das zu Hause von 1500 verschiedenen Fischen, 4000 Muschel Arten, 360 verschiedenen harten Korallen, 1/3 aller weichen Korallen auf der Welt und beinhaltet 900 Inseln.
Viele dieser Fische und Muscheln konnte man in dem Aquarium sehen. Ich hab Haie, ganz bunte Korallen, Schildkroeten und sogar ganz viele Nemos gesehen :)Hab mir einen Vortrag ueber verschiedene Hai Arten angehoert und Schutzprogramme fuer Schildkroeten und war bei der Fuetterung dabei.
Dann war ich noch im Cultural Centre, wo die Geschichte der Aborigines in Townsville aufgefuert war und wieder ganz viel ihrer Kunst gezeigt wurde und ich war im Botanic Garde, der war aber total winzig war. Ich weiss auch nicht, aber irgendwie kann den Botanic Garden in Brisbane nichts toppen :)
Abends hab ich dann fuer Anja und Troy Chilli gekocht und Knoblauchbrot aufgebacken. Hat ganz gut geschmeckt hoffe ich :)
Am naechsten Tag hatten die beiden Uni- und arbeitsfrei und mich zu einem Nationalpark gebracht, wo ich so einen Riesenlizzard gesehen hab. Bis ich meinen Foto drausen hatte war der allerdings schon wieder weg. War aber trotzdem cool. Von Anja hab ich erfahren, als ich gefraft hab, obs hier letztens gebrannt hat, weil ueberall Asche war, dass oft absichtlich im Winter Feuer in National Parks gelegt werden, um eine Art Barriere zu bilden, falls ein richtiges Feuer ausbricht. Echt krass: die muessen Fuere legen , um Feuer zu verhindern :)
Dann sind wir an den Strand in Townsville, der den verrueckten Namen `The Strand` traegt und haben dort gepicknickt. Troy hat eine super leckere Cracker, Dip, Wuerstchen, Kaese Platte vorbereitet. Anschliessend haben mich die zwei zu Castle Hill gefahren, ein Berg mitten ins Townsville, den man besteigen kann und von dem man eine super Aussicht auf Townsville und Magnetic Island hat. Es war zwar richtig steil und wirklich anstrengend, aber ich habe es trotzdem nicht bereut. Die Aussicht war der Wahnsinn, also hab ich mich dort auch eine ganze Weile aufgehalten und einfach nur den Moment genossen. Als ich auf einem der Wege lang gelaufen bin hab ich auch ploetzlich direkt daneben eine Riesenechse gesehen, die dort in der Sonne gechillt hat. Echt krass. Ich war ganz nah und musste sie irgendwie 5 Minuten anstarren, weil ich es so cool fand, dass da einfach so ein risiges wildlebendes Tier sitzt, das man bei uns nur im Zoo sieht. Einige Australer sind vorbei gelaufen, also wuerde da nur ein Kieselstein liegen. So sind die Unterschiede :D Naja, ich fands toll. Wieder unten von dem Berg bin ich dann noch ins Museum gegangen, dass auch wirklich interesssant war.
Vor einigen Jahren wuerde im Grat Barrier Reef das Schiffswrack der Pandora gefunden, was irgendwie voll des Wunder war. Also wurden ganz viele Teile von dem Schiff ausgestellt und die Geschichte davon erzaehlt.Die HMS Pandora war eine 24 Kanonen tragende Fregatte der Porcupine-Klasse, die 1790 von der britischen Admiralität unter dem Kommando von Kapitän Edward Edwards ausgesandt wurde, um die Meuterer der Bounty gefangen zu nehmen.(siehe Wikipedia Artikel :)) Ausserdem konnte man dort viel ueber Korallen, Tiere und Pflanzen von Australien lernen. Danach hab ich mich noch etwas an den Strand gelegt und den Sonnenuntergang genossen.
Abends hab ich dann noch in das `Couchsurfing-Buch` von Anja und Troy geschrieben. Voll die witzige Idee finde ich :)
Am naechsten Morgen haben mich die 2 dann zur Bushaltestelle gefahren, denn an diesem Tag wollte ich nach Magnetic Island.
Magnetic Island hat ihren Namen,(wie fast alles in Queensland) von Captain James Cook. Als er um die Insel geschippert ist, haben seine Instrumente verrueckt gespielt, weshalb er darauf getippt hat, dass die Insel magnetisch ist. Obwohl das ein Irrtum war, traegt die Insel jetzt den Namen Magnetic Island. Das einzige was sie jedoch anzieht sind Besucher :) Und so auch mich :) Mit der Faehre bin ich eine halbe Stunde zu der von Townsville 8 Kilometer entfernten Insel geschippert und anschliessend mit dem Bus nach Horseshoe Bay im Norden gefahren.
Ich habe eine Reittour gebucht, das war wirklich sehr interssant. Ich habe heraus gefunden, dass ich absolut nicht zum Reiten gemacht bin. Am Anfang hab ich mich noch total darauf gefreut und war sogar ein bisschen aufgeregt. Die Pferde sind auch extra fuer Anfaenger und total lieb. Aber ich hatte trotzdem das Gefuehl, dass ich absolut keine Kontrolle ueber `Little Man`, mein Pferd, hatte. Wir sind von der Ranch durch den Regenwald Richtung Strand geritten und das Pferd ist auch losgelaufen wenn ich es wollte, das fand ich schonmal total cool. Das hiess es aber ploetzlich, dass wir jetzt galoppieren koennen, WENN WIR WOLLEN. Ich habe kein Signal gegeben, aber trotzdem hat Little Man angfangen zu galoppieren als es das Pferd vor ihm gemacht hat. Und er hat nicht mehr aufgehoert!!! Das war absolut nicht mein Ding. Ich bin auf diesem Pferd rumgedopst wie ein ausgeleierter Gummiball und hatte immer das Gefuehl, jeden Moment runter zu fallen. Das muss dermassen bescheuert ausgesehen haben. Ich musste an die Szenen aus dem Film `1 und 1 macht 4` denken, in der die Hauptdarstellerin auf einem Pferd sitzt, das losrennt und sie um Hilfe schreit. Letztendlich rettet sie dann aber ihr zukuenftiger Ehemann.Mich hat niemand gerettet! Mein Hintern hat nach einer gewissen Zeit so wehgetan, dass ich dachte, dass ich niewieder normal laufen kann. Ich war so froh, als das Pferd vor uns wieder normal galaufen ist, dann hat es ihm Little Man naemlich gleich getan. Immer wenn es aber hiess: galoppieren, hab ich schon voll verkrampft, dadurch musste ich aber ueber mich selber lachen und sah glaub ich noch viel bekloppter aus. Naja, also so hab ich es dann irgendwie zum Strand geschafft, wo den Pferden die Sattel abgenommen wurden, wir in unsere Bikinis geschlupft sind und dann mit den Pferden im Wasser waren. Das war schon irgendwie cool, aber man hatte echt fast keinen Halt und ich bin wieder wie eine Parkinson Kranke auf dem Pferd rumgezuckt. Das hat mir am Ende so Leid getan. Das arme Pferd hat da die Oberanfaengerin abbekommen, die zu doof zum Sitzen ist. Naja, es war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung. Ich will nie wieder Reiten.
Am naechsten Tag gings dann mit der Faehre zurueck nach Townsville und von dort mim Bus nach Mission Beach, davon erzaehl ich euch aber in meinem naechsten Eintrag :)
Ich hab euch lieb. Eure Franzi
Dienstag, 20. September 2011
Black and White
Hallo meine Lieben,
vor ein paar Stunden bin ich in Townsville angelangt, bei Anja, meiner deutschen Couchsurferin und habe nun endlich wieder einen Laptop, um euch zu berichten was ich in Rockhampton und Airlie Beach erlebt habe.
Das beste in Rockhampton war wirklich mein Couchsurfer, Scott Freemann. Obwohl er am nächsten Tag ganz normal arbeiten musste, hat er mich donnerstags morgens um 00.30 Uhr an der Bushaltestelle abgeholt. Er war wirklich super nett und wollte gleich wissen, wie meine Reise bisher so war. Er lebt mit seiner Freundin zusammen in einem kleinen Haus. Sie ist Italienerin und gerade zu Hause, deshalb waren wir diese Nacht alleine (er hat sie beim Couchsurfen kennen gelernt, voll die süße Geschichte, später mehr). Ich hatte wieder mein eigenes richtig schönes sauberes Zimmer und Scott hat mir auch gleich seinen Haustürschlüssel gegeben, damit ich nicht auf ihn angewiesen bin. Wie alle Couchsurfer bisher hat er mir erstmal alles gezeigt un bei allem direkt dazu „Help yourself“, also mach was du willst, bedien dich und nimm dir ja einfach was du brauchst ohne zu fragen, gesagt. Diese Nacht hab ich richtig gut geschlafen. Nach der Woche bei Wil war es echt erholsam, endlich mal nicht 100 Geräusche von wilden Tieren die ganze Nacht über zu hören, die ums Haus schleichen. Am nächsten Morgen war Scott schon weg als ich aufgestanden bin, aber er hatte mir Frühstück hingerichtet, einen Stadtplan und Infomaterial von den Botanic Gardens hingelegt und seinen Laptop bereit gestellt. Wirklich voll nett. Also hab ich mich erstmal an den Laptop gesetzt, meine Wäsche gewaschen und gegessen. Um halb 10 ist er dann extra (in seiner Pause) nach Hause gekommen, um mich zu den Botanic Gardens, die wirklich am anderen Ende der Stadt waren, zu fahren. Dort angekommen, hat er mir noch einen schönen Tag gewünscht und mir erklärt wo ich bin.
Endlich war ich also mal wieder auf Sightseeing Tour, das war eine schöne Abwechslung nach der Strand Woche in Agnes. Doch der Botanische Garten hat mich leider nicht so überzeugt. Warscheinlich weil meine Messlatte nach dem Garten in Brisbane ziemlich hoch lag. Es war schon schön, es gab ein Kiosk mit Kuchen, Kaffee und Eis, das total idyllisch unter Palmen stand, bunte Blüten, eine Lagoone am Fluss, einen japanischen Garten mit Teich und Wasserfall , exotische Baumarten und auch einen Zoo. Alles natürlich wieder kostenlos. Doch der Zoo war irgendwie eine einzige Baustelle, es gab schon viele verschiedene Tiere, unter anderem ein Baby- Känguru, das gerade erst aus dem Beutel seiner Mutter ist und noch ganz klein war..so süüüß J, aber die musste man zwischen Baggern und Zäunen und Absperrbändern wirklich suchen. Der Garten war auch gepflegt und sauber, aber eben nicht so besonders wie der in Brisbane. Also hatte ich nach einer Stunde keine Lust mehr dort herumzulaufen, sondern hab mir ein Eis gegönnt und mich in das Kiosk gesetzt. Dann hab ich beschlossen in die Stadt zu laufen und mir die wenigen Sehenswürdigkeiten dort anzugucken. Es ist auch ein Bus gefahren, aber da ich auf den lange hätte warten müssen und ich ja immer Geld sparen will,bin ich gelaufen. Nach einer knappen Stunde bin ich dann auch am „Railway Station Museum“ angekommen. Ich war noch dabei das Gebäude von außen zu fotografieren, als ich schon angesprochen wurde „Are you a student? Then it´s cheaper.“ Völlig überrumpelt hab ich nur ja gestottert und habe das Gebäude betreten. Vorher war ich mir gar nicht sicher gewesen, ob ich überhaupt hinein wollte, weil man viele Züge und Lokomotiven auch von außen gesehen hat, aber ich fand es unhöflich einfach zu gehen und wusste eh nicht was ich mit meiner restlichn Zeit anfangen sollte, also hab ich brav den Schüler- Eintritt bezahlt. Damit hab ich wohl irgendwieeine sehr selten auftretende Begebenheit in diesem Museum ausgelöst: Besuch!!! Vier alte Männer sind plötzlich völlig panisch von ihrem Tisch in dem Museum, auf dem einige Flaschen Bier und Karten lagen, aufgesprungen und in verschiedene Richtungen gehechtet. Der eine kam zu dem Mann, der versucht hat mein Geld ich in der völlig veralteten, aber elektrischen Kasse zu verstauen, aber mit den ganzen Tasten komplett überfordert war (ein weiteres Inditz für die nicht vorhandenen Besuchermengen dieses Museums), ein weiterer kam auf mich zu und hat angefangen mich mit diversen Fragen zu löchern, die Antworten hat er immer schön in eine Tabelle eingetragen (ich war die erste Person auf der Liste) und die beiden andern sind in irgendwelchen Räumen verschwunden. Erst jetzt hab ich registriert, dass diese Männer an dem runden Tisch, der nach einem gemütlichen Samstagabend mit Freunden im Lieblingslokal aussah, hier arbeiteten und sich die Zeit mit Karten spielen vertrieben. Das faszinierende war, dass, obwohl sich dort nur selten Touristen hin verirren, diese Männer ihr Museum liebten. Plötzlich hab ich ein Tuten gehört und der Alte hat mir erklärt, dass sein Freund gerade das super neue Soundsystem angestellt hat und hat mir erklärt wo ich doch bitte mit meiner Besichtigung beginnen sollte und dass er mir jede Frage sehr gerne beantwortet. Das hab ich ihm sofort geglaubt. Allmählich haben sich die Männer wieder an ihrem Tisch verammelt und ich konnte mit meiner Erkundung beginnen. Es war wirklich kein grosses Museum. Eigentlich war es der alte Bahnhof Rockhamptons und er war früher anscheinend mal ziemlich berühmt, aber als er dann zu klein wurde, musste man ihn schließen. 1990 hat man ihn dann als Museum wieder eröffnet.
Überall standen Figuren von Menschen aus der damaligen Zeit herum, ein Schaffner, ein Mann mit einem Akkordion saß auf einer Bank, eine weinende Fau in den Armen ihres Freundes (Soldat), der sie wohl bald verlassen musste, eine Familie und weitere diverse Bahnangestellte. Das war irgendwie richtig süß. Das „komplett neue Soundsystem“, das so stark gerauscht hat, dass ich kein Wort verstanden habe, hat den Menschen Stimmen gegeben. In einen Zimmer lag ein Angestellter mit seiner Katze und hat geschlafen. Er hat völlig verzerrt geschnarcht und die Katze sollte wohl ein „Miau“ von sich geben. Trotzdem war das Museum wirklich mit Liebe zum Detail hergerichtet. In einem Raum waren alte Uniformen, Fahrpläne und irgendwelche Motorteile ausgestellt. Im nächsten Raum wurde die Geschichte verschiedener Lokomotiven dargestellt und unter dem großen Dach standen die alten Prachtstücke, die man teiweise sogar begehen konnte. Das hab ich natürlich direkt getan und war beeindruckt, wie komfortabel die Kabinen dort waren. Es gab Waschbecken, Schränke zum Verstauen des Gepäcks, Betten und einen Spiegel. Als ich wieder draußen war, kam plötzlich einer der Männer auf mich zugerannt und wollte dringlichst wissen, wie es mir denn gefällt. Im Hintergrund sah ich wie die anderen meinen Worten konzentriert lauschten und zufrieden grinsten, als meine Beurteilung nicht zu schlecht ausfiel. Glücklich lachte auch der Mann, der vor mir stand und fragte, ob ich denn schon das Klo gesehen hätte. Etwas verwirrt meinte ich, dass ich nicht aufs Klo müsse, doch er sagte nur “nein, nein“ und zog mich zu den Damentoiletten. Überaus begeistert zeigte er mir die 3. Kabine, die eine alte Toilette von damals beherbergte und schaute mich erwartungsvoll an. Um ihn nicht zu enttäuschen,habe ich ihm mit einem langgezogenen „Waaaaau“ meine Begeisterung mitgeteilt. Dann ist er wieder zu den andern. Ich hatte alles gesehen und wollte die Herren nicht weiter bei ihrer Kartenpartie stören. Als ich „thank you“ und “goodbye“ sagte, blickte sie alle zu tiefst befriedigt, als hätten sie ihre Aufgabe, die Welt zu bilden für heute erledigt, auf, lächelten und wendeten sich dann wieder ihren Karten zu.
Mit einem Grinsen und einen Kopfschütteln verließ ich den alten Bahnhof und machte mich zur „Rockhampton Art Gallery“ auf, die nicht weit entfernt lag.
Dort war ich wieder die einzige Besucherin, aber das hat mich nicht gestört. Die Dame an der Rezeption hat mich direkt wieder nach meiner Herkunft, meiner Reiseroute und meinen Zunkunftsplänen ausgefragt. Nachdem ich alles bav beantwortet hatte, hat sie mir erklärt, was man in den verschiedenen Räumen sehen konnte und mit welchem ich am Besten anfangen solle. Ihren Rat hab ich befolgt und bin in den ertsen Raum, in dem Kunstwerke von 17 und 18 jährigen australischen Schülern ausgestellt waren. Es ging um das Thema Gesellschaft und die Zwänge, die sie einem auferlegt. Es gab Kunststücke zum Thema Notwendigkeit von Geld, Magersucht, Individualität, Altern und sogar dem Holokaust. Das Kunststück hieß „disposable“ (wegwerfbar) und bestand aus Pappe hergestellten Masken, die wie Gasmasken aussahen. Sie waren im Kreis aufgereiht und in der Mitte lag ein Duschschlauch. Ein weiteres Kunststück bestand aus Essen, das negativ oder giftig dargestellt wurde, z.B. ein Burger in Form eines Totenschädels. Es soll darstellen was Magersüchtige beim Anblick von Essen denken. Wirklich sehr interessant, viele dieser Kunststücke haben einen richtig zum Nachdenken gebracht.
Im zweiten Raum war eine Ausstellung über die „Symbols of Australia“. Viele davon waren natürlich klar und mir bereits bekannt wie das Känguru, der Boomerang, der Uluru oder das Southern Cross, aber ich habe auch sehr viel neues erfahren. Zum Beispiel, dass es ein „Australian Own Car“ gibt und zwar den Holden und das Vegemite auch außerhalb Australiens bekannt ist. Macht euch keine Sorgen, falls ihr es nicht kennt, es ist dermaßen widerlich, das wünsch ich wirklich keinem von euch. Es ist der typische australische morgendliche Brotaufstrich, der mit der Britischen Marmite vergleichbar ist und einen salzigen, starken, undeffinierbar ekelhaften Geschmack hat.
Der Rest war dann ziemlich langweilig, also bin ich wieder an die Rezeption, wollte meinen Rucksack holen und weiter maschieren. Doch die Empfangsdame hat mich aufgehalten und mir einen Tee und Kekse angeboten. Das ist wirklich der Wahsinn, da zahlt man schon keinen Eintritt und dann bekommt man auch noch Tee und Kekse umsonst. Also saß ich dann erstmal noch auf der Museumseigenen Terasse und habe einen Nachmittagstee getrunken bevor ich am Fluss entlang weiter in die Stadt gelaufen bin. Ich war im Infornationszentrum und habe mich über umliegende Aktivitäten informiert. Dann bin ich mim Bus Richtugm Scott´s Haus gefahren und in ein riesiges Einkaufszentrum gegangen. Nachdem ich dort etwas herumgeschlendert bin und einiges eingekauft habe bin ich dann aber auch zurück „nach Hause“ gelaufen.
Trotz dieser kuturreichen Highlights muss ich leider sagen, dass mir Rockhampton nicht wirklich gefallen hat. Schon in Agnes Water wollten mir alle ausreden dort hinzugehen, ich bereue es aber nicht, weil ich so Scott kennen gelernt habe. Die Stadt ist ziemlich alt und dreckig, überall sind Baustellen, es gibt kein richtiges Zentrum oder eine Fußgängerzone, nur den Botanischen Garten außerhalb der Stadt. Viele Häuser sehen so aus, wie man sich die Häuser in so alten Cowboyfilmen vorstellt, aber alt alt und kaputt.
Scott hatte mir einen Zettel hinterlassen. Er musste nochmal zur Arbeit. Also hab ich meine Wäsche ausgehängt und auf ihn gewartet. Er kam mir der schönen Neuigkeit, dass uns heute Nacht noch zwei deutsche Mädchen Gesellschaft leisten würden. Auf meine Frage ob ich auf der Couch übernachten sollte, weil ich ein großes Bett für zwei hatte und Scott sonst nur noch seine Couch und sein Schlafzimmer hatte, sagte er nur: nene, bleib du wo du bist, ich schlaf auf der Couch und die Mädels bekommen mein Bett. Echt verückt was die Australier alles für Fremde so machen.
Rebekka und Aiche waren wirklich nett, es war schön mal wieder Jugendliche kennen zu lernen.Am nächsten Morgen haben wir also zu dritt gefrühstückt und da die Mädels von Norden nach Süden reisen/gereist sind und ich von Süden nach Norden konnten wir uns viele Tipps geben. Danach sind sie los, um den gleichen Tripp wie ich am Vortag zu machen. Ich hab den Tag genutzt, um zu skypen, zu posten, meine Wäsche zu machen , alles zu organisieren und einzukaufen. Abends haben die Mädels dann für Scott und mich gekocht da wir am abend zuvor Essen gemach haben und danach gabs zwei Runde Kniffel.
Dabei haben wir uns wirklich sehr nett unterhalten. Scott hat uns erzählt wie er seine Verlobte kennen gelernt hat. Er meinte dass sie bei ihm vor ungefähr 3 Jahren couchsurfen war, er sie direkt total toll fand, aber sie in Italien einen Freund hatte. Trotzdem hat er es sehr genossen sich mit ihr zu unterhalten, laaange zu unterhalten. Obwohl er dann schon in seinem Bett lag ist er nochmal raus zu ihr, hat sie gefragt, ob sie auch dieses „Besondere“ fühlt und hat sie gefragt, ob sie nicht bei ihm Bett schlafen wolle. Diese Anmache hatte wohl anscheinend funktioniert J Wieder zu Hause in Italien gestand ihr Freund ihr dann, dass er sie betrogen hatte, worauf Scott natürlich überraus erfreut war. Ja, jetzt sind sie ein Paar, sehen sich aber leider nicht immer, weil seine Freundin eben in Italien wohnt. Es war wirkölich total süß Scott beim erzählen zuzuhören, die Tage davor dachte ich immer schon, dass er sie wirklich lieben muss, weil er sie so oft im Nebensatz erwähnt hatte.
Um 12 ist dann mein Bus nach Airlie Beach gefahren, zudem mich Scott selbstverständlich wieder hin gefahren hat. Zwei Tage in Rockhampton waren wirklich ausreichend, da es dort ncht viel zu sehen gab und es auch sicher kein Ort war, an dem man sich zum entspannen aufhielt. Nach einem ehrlichen danke und einer liebgemeinten Umarmung war ich wieder alleine und mein Abenteuer ging weiter.
Airlie Beach war nun das komplette Gegenteil zu dem tristen grauen Rockhampton. Ich bin dort morgens um 7 angekommen, und da es Samstag war, herschte helles Treiben. Es fand ein Markt statt und zwar genau neben der Bushaltestelle direkt am Strand. Da ich aber leider mein Monstrum von Rucksack und mein restliches Gepäck auf dem Rücken hatte, musste ich erst zum Hostel. Magnum, hieß es und es war 10 Minuten von der Haltestelle weg. Nachdem ich mein 10-Bett Zimmer bezogen hatte und festgestellt hatte, dass die Küche noch geschlossen war und ich so mit meinem Frühstück noch warten musste, hab ich beschlossen schonmal ein wenig Airlie Beach zu erkunden. Aber so viel zu erkunden gabs gar nicht, hab ich ziemlich schnell festgestellt.
Airlie Beach ist der Zugangspunkt zu den Whitsunday Island, die unter anderem den Whitehaven Beach beherbergen (den weißesten Strand der Welt) und daher sehr berühmt sind. Die Hauptfunktion von Airlie ist es also Touristen vor und nach ihrer Reise zu den Whitsundays zu beherbergen, d.h mehr als einige Hostels, Hotels, Supermärkte, Drogerien, dutzende Reisebüros, Bars, Kneipen und Discos gibt es dort nicht. Airlie Beach besteht aus einer großen Straße mit parallel dazu verlaufenedem Strand, aber die hats in sich. Es ist wirklich um einiges bunter und lebendiger als Rockhampton. Ich habe mir die Zeit bis zum Frühstück damit vertrieben Flyer und Broschüren über Touren zu den Whitsundays in diversen Reisebüros zu sammelm und bin anschließend über den Markt geschlendert.
Die Sonne hat geschienen, es war blauer Himmel,überall zufriedene lachende Menschen und eine riesen Vielfalt an kulinarischem und klamottenmäßigem Angebot. Was will man mehr J Das schöne fand ich an diesem Markt, dass die Verkäufer kein bisschen aufdringlich oder nervig waren. Sonst bin ich penedrant an-einem-klebende Verkäufer gewohnt, die unbedigt ihren Kitsch verkaufen wollen. Aber die Verkäufer in Airlie Beach waren total freundlich. Der eine hat mich gefragt ob ich heute mittag schon was vor hätte und lud mich ein auf dem Segelschiff „Reagnicion“ eine Tour mitzufahren. Das Schiff würde einem Freund von ihm gehören und der würde noch Passagiere suchen, die Fahrt wäre umsonst. Begeistert von diesem Angebot hab ich mir natürich gleich alle wichtigen Informationen aufgeschrieben und bin weiter geschlendert. An einem anderen Stand gab es Schmuck, unter anderem mit Opalen als Anhängern. Da ich wusste, dass in Coober Pedy (nördlich von Adelaide) früher Opale gesammelt wurden, hab ich sie mir etwas genauer angeguckt. Dann kam auch schon die Verkäuferin und hat mir die Unterschiede der verschieden Opale erklärt und dass diese nicht aus Coober Pedy seien. Sie war aber absolut nicht enttäuscht als ich nichts kaufte. Richtig cool. Am letzten Stand hab ich mir dann ein Fusskettchen mit einem Haifischzahn gekauft J Dann hab ich mich an den Strand gesetzt und schon mal etwas in den Broschüren geblättert. Das ist nämlich etwas, dass ich hier definitiv gelernt habe: vergleichen spart seeehr viel Geld. Ich wusste bereits, dass ich mit einem Segelboot zu den Whitsundays wollte, dass ich schnorcheln aber keine weitere Wasseraktivität wollte (z.b tauchen will ich in Cairns) und dass ich 2 Nächte und 2 oder 3 Tage unterwegs sein wollte. Also hab ich schonmal die Angebote aussortiert, die nicht zu meinen Vorstellungen gepasst haben und die anderen Angebote verglichen. Eine weitere Sparmöglichkeit ist es, Tripps immer erst vor Ort und so kurzfristig wie möglich zu buchen, weil die Anbieter dann mit ihren Preisen runter gehen. Also wollte ich an diesem Nachmittag für den nächsten Tag buchen.
Nach einem genüsslichen Frühstück (ich hatte 750 Gramm Nutella für 5 Dollar im coles, einer Supermarktkette, in Rockhampton erworben, was sehr sehr billig ist), bei dem ich auch gleich einige Hostelbewohner kennen lernte, wollte ich zum Hafen um die mir versprochene Segeltour einzulösen. Dabei hat mich einer aus dem Hostel begleitet. Zuerst fand ich ihn ganz nett,aber am Ende hat er mich richtig genervt. Wir mussten um halb 12 am Hafen sein, da wir aber ewig noch über den Markt geschlendert sind, weil der Herr an jedem Stand stehen geblieben ist und sich mit den Verkäufern übers Wetter unterhalten hat, kamen wir zu spät und weit und breit gabs keine Spur von der „Reagnicion“. Das ganze hatte aber trotzdem etwas Gutes, denn an dem Tag war an dem Hafen eine Bootausstellung, die 10 Dollar Eintritt gekostet hat und bei der man viele Schiffe betreten konnte. Da war den Namen Reagnicion wussten, durften wir umsonst auf die Ausstellung und die Millionenen- Schiffe begutachten. Trotzdem war ich froh als ich nachmittags wieder im Hostel war und den Typ mit einer kleine Notlüge abschüttelte. Er wollte doch tatsächlich mit mir ne Bootstour machen, das wäre dann seine 9.!!! gewesen. Er ist seit Monaten hier, chillt und unternimmt immer mal wieder ne Schippertour zu den Whitsundays. Ist ja nich so, dass das jedesmal mindestens 300 Dollar kostet. Aber darauf hatte ich wirklich absolut keine Lust. Also hab ich erzählt, dass ich jetzt eh noch nicht buchen wolle, es mir nicht so gut ging und ich lieber auf mein Zimmer gehe und ein bisschen lese. Als er außer Reichweite war bin ich allerdings direkt wieder in die MainStreet und habe ertsmal im Internet die Preise von einigen Angeboten gegoggelt (auf den meisten Flyern standen keine Preise). Danach bin ich dann (perfekt vorbereitet) ins Reisebüro, um meinen Segetripp zu buchen. Sonntags fahren nur 2 Schiffe ab, die meinen Wünschen entsprachen. Das eine hätte mich (nach Verhandlungen mit der Reisebürodame) statt 350 nur 255 gekostet und das andere statt 420 nur 350 (plus eine extra Nacht in einem Hostel). Ich habe mich für das teurere entschieden, weil das Boot doch um einiges neuer und besser war.
Boomerang, das war das Segelschiff auf dem ich die nächsten 3 Tage verbringen sollte. Es ist 24 Meter lang und bietet Platz für 24 Gäste und 3 Crew- Mitglieder. Es wurde in Italien gebaut, aber von einem Deutschen designt und ist unter dem Namen „Odine VII“ and vielen Rennen in Australien, den USA und Neuseeland (bis 2001) mitgesegelt. Im World Maxi Series Race hat es den ersten Platz gemacht und ist so eine Maxi Ocean Racing Yacht. Seit dem Mai 2002 wird „Boormerang“ für Whitsundays Segeltouren von Southern Cross Sailing Adventures genutzt.
Doch bevor es losging hatte ich noch den Samstag abend in Airlie Beach vor mir und der war vielversprechend. Außer dem komischen Typ und einem deutschen Mädchen, die den ganzen Tag arbeiten war und deshalb nicht so in Feierstimmung, kannte ich allerdings niemanden. Doch es hat nicht lange gedauert bis ich auf eine Terasse der teureren Unterkünfte mit einigen Franzosen, Deutschen und Australiern saß und Goon getrunken habe. Nach einigen total bekloppten Trinkspielen sind wir dann in die Hosteleigene Bar gegangen und haben dort weiter gefeiert. Außerdem war an dem abend ein Wet- T-Shirt- Kontest. So etwas habe ich ja noch nie gesehen, deshalb war es wirklich mal interessant. Preisgeld für die Siegerin waren 400 Dollar. Doch ich war überrascht war sich da für ein Hafen Bitches auf der Bühne rekelten, echt krank. Die Jungs warn natürlich hell auf begeistert, von daher war es ganz lustig. Später hab ich dann noch den Basti getroffen, der aber nach 10 Minuten schon zur nächsten Party abgedampft ist. Alles in allem war es ein sehr gelungener Abend mit vielen neuen Bekanntschaften.
Am nächsten Morgen bin ich voller Vorfreude aufgewacht J Heute um 2 ging die Segeltour los J Nachdem ich ausgecheckt und mein Gepäck im store luggage des Reisebüros verstaut hatte bin ich an den Strand gegangen und war im Internet. Viel zu früh bin ich dann zu dem Cafe an dem wir uns treffen sollten, habe eine Eiskaffee getrunken und gelesen. Plötzlich kam ein Junge, der sich zu mir an den Tisch setzte. Nach einigen englischen Sätzen stellten wir dann aber fest, dass wir beide deutsche waren und auf die gleiche Segeltour gingen. So hatte ich meinen ersten Segelkompanen kennen gelernt, Markus. Kurze Zeit später kam dann noch Sophia dazu. Beide waren nur einige Wochen hier in Australien, um Urlaub zu machen. Dann kam Ash , ein Crewmitglied, um uns abzuholen. Wir folgten ihr zu Boomerang, es war wirklich richtig aufregend. Wir mussten unsre Schuhe ausziehen (das macht man auf Booten so) und dann durften wir an Bord. Die Betten unten waren Hochbetten und es war ein großer Raum. In der Mitte gab es Tische, 2 Toiletten und eine Küche, die James, das zweite Crewmitglied und unser Koch, verwaltete. Nachdem wir alle an Bord waren, uns mit Obst, das James vorbereitet hatte, gestärkt hatten und alle unseren Namen auf unseren Fuß geschrieben haben (damit wir nicht alle Namen lernen müssen) gings endlich los. Wir waren nicht 24, sondern nur 17: ein österreichisches Pärchen, 2 deutsche Mädels im Urlaub (Marion und Andrea), Markus, Sophia, 4 EngländerInnen, 2 Praktikanten, eine Kanadierin, ein Australier und ein italienisches Pärchen.
Die Crew bestand aus Ash, James und Max, dem Capitän (erstand zumindest immer am Steuer).
Wir sollten nach oben kommen und uns hinsetzen, dann gings los. An diesem Tag haben wir noch nicht sehr viel on den Whitsundays gesehen, da wir erstmal zu ihnen hinsegeln mussten, aber wir nutzten die Zeit, um uns kennen zu lernen. Es war wieder richtig interessant die verschiedenen Reisestories der Leute zu hören. Plötzlich hieß es dann: acht starke Männer her. Da wir allerdings nur 6 mehr oder weniger starke Männer hatten, mussten noch zwei Mädels helfen. Das Hauptsegel wurde durch kurbbeln hochgezogen. Dann waren die anderen dran (also auch ich) und wir mussten das zweite Segel hochziehen. Sobald die Segel oben waren, nahm das Schiff eine extreme Schräghaltung ein, das war voll aufregend.
So sind wir dann also eine ganze Weile gesegelt, an diversen Inseln vorbei in den Sonnenuntergang. Es war richtig schoen. Am Abend hatte James dann ein leckeres Buffet vorbereitet, mit Nudeln, Haenchen, Gemuese und Salat. Nachdem wir das genossen hatten, haben wir nur noch unseren Goon ausgepackt und den Abend gemuetlich ausklingen lassen. Am naechsten Morgen wurden wir schon um 7 geweckt, weil wir an dem Tag viel vor hatten. Unser Boot lag direkt vor dem Whitehaven Beach, dem weisesten Strand der Welt. Zu diesem wurden wir nach einem staerkendem Fruehstueck auch schon rueber geschippert. Der Strand war wirklich unbeschreiblich schoen. Auf ihm zu gehen hat geknirscht wir Schnee, aber es war viel weicher. Nach einer kurzen Fotoeinlage sind wir dann einen Track zu einem Aussichtspunkt gelaufen. Von dort hat man viele andere der 74 Whitsunday Islands gesehen und das klare tuerkisene Wasser dazwischen. Nachdem wir noch etwas am Strand lagen, wurden wir dann aber auch schon wieder abgeholt, den der naechste Programmpunkt stand schon bevor. Wir sind zu einem richtig schoenen Aussichtspunkt auf einer anderen Insel gefahren. Dort haben vor vielen tausend Jahren schon Aborigines gelebt. Ash hat uns dann einiges ueber sie erklaert, war wirklich interessant.
Nachmittags gings dann zum Schnorcheln. Da ich erst einmal auf Fuerteventura schnorcheln war und da nicht mehr als Sand und 2-3 kleine Fische gesehen habe, hab ich mich da besonders drauf gefreut. Und ich wurde nicht enttaeuscht. Mit Neopraenanzuegen und Schnorcheln ausgestattet, wurden wir wieder raus gefahren. Ich bin total erschrocken als ich das erste mal meinen Kopf unter Wasser gesteckt habe: Wir waren schon mitten im Great Barrier Reef.
Ungefaehr einen Meter unter mir waren 100 verschiedene bunte Fische und Korallen. Es war wirklich wunderschoen. Wir mussten aufpassen, dass wir die Korallen nicht verletzten, weil sie wirklich so nah unter uns waren. Leider war das Wasser total kalt, weshalb wir nach 10 Minuten alle schlotternd schon aufgeben mussten. Am ganzen Koerper vibrierend aber mit einem dicken Laecheln bin ich also wieder an Bord gestiegen. So bunt und reichhaltig hatte ich mir das Graet Barrier Reef nicht vorgestellt. In Cairns will ich nochmal richtig tauchen, da freu ich mich schon drauf.
Am Abend wurden wir dann auf einer `einsamen Insel` ausgesetzt, wo wir mal wieder unseren Goon tranken und Korallen gesammelt haben. Die liegen da haufenweise rum und sind so wunderschoen, aber sie mitzunehmen ist strengstens verboten. Trotzdem haben wir einige in unseren Taschen wieder an Board geschmuggelt. Wie es ist, wenn ich nach Deutschland fliegen will, weiss ich nicht. Also wenn ich nicht daheim ankomme, wisst ihr, dass ich wegen Korallenschmuggels verhaftet wurde J
Am letzten Tag gings dann nach einer weiteren kurzen Schnorchelgelegenheit zurueck nach Airlie Beach.
Alles in allem hab ich den Segeltrip wirklich sehr genossen, ich habe so viele nette Leute kennen gelernt, viele interessant und auch lustige Gespraeche gefuehrt und wieder Natur pur gesehen.
In Airlie Beach waren wir dann fast alle noch an der Lagoone gelegen (mit einem schoenen Freibad in Deutschland vergleichbar, aber natuerlich wieder umsonst) und haben den Rest des Tages genossen. Abends gab es eine Art `After Sailing Party` fuer alle von unsere Boot. Wir haben kostenlose Getraenke bekommen und nochmal richtig schoen zusammen gefeiert. Das kann man ja in Airlie Beach wie bereits erwaehnt richtig gut.
Mein naechster Stopp war dann Townsville und die angrenzende Insel Magnetic Island, davon aber bei meinem naechsten Eintrag mehr J
Ich vermisse euch und habe euch lieb.
Eure Franzi
Donnerstag, 8. September 2011
Footprints in the Sand
Hallo meine Lieben,
die letzte Woche war total entspannend und wirklich richtig Urlaub, obwohl ich trotzdem so viel erlebt habe.
Letzten Mittwoch, den 31.08., war mein letzter Tag in Hervey Bay und ich finde ich habe ihn richtig gut genutzt. Jeremy, bei dem ich couchgesurft bin, war den ganzen Tag arbeiten und hat mir einfach sein Haus ueberlassen. Also hab ich erstmal einige Stunden vor seinem PC verbracht und anschliessend eine lange entspannende Dusche genommen. Mittags ist er zum Lunch heim gekommen und hat angeboten mir sein Fahrrad zu leihen. Das hab ich natuerlich nicht abgelehnt. Nachdem ich die Reifen aufgepumpt hatte, hab ich mich also auf sein heissgeliebtes Mountainbike geschwungen und irgendwie (ich bin sehr stolz auf meine Orientierung) den Weg in die Stadt gefunden.Ich bin am Strand entlang gefahren, das war richtig schoen. Im Zentrum angekommen, hab ich mir ein Eis und ne Flasche Wasser gekauft, mich ans Ufer gesetzt und mein Leben genossen :) Nachmittags hat mich Jeremy dann zur Bushaltestelle gefahren und so began ein neues Abenteuer, und zwar in Agnes Water.
Ich bin in dort erst um 21.00 Uhr angekommen, aber wurde wie ausgemacht von meinem naechsten Couchsurfer abgeholt und zu dem wohl luxurioesesten groessten Haus gebracht, indem ich waehrend meiner Zeit hier uebernachten werde/uebernachtet habe. Doch erst am naechsten Morgen hab ich das wirklich realisiert. Das riesige, auf einem Huegel erbaute Schloss hat einen Pool und einen riesen Balkon, von dem aus man eine wunderschoene Aussicht hat. Ich hab also mit Sicht aufs Meer ersteinmal gefruehstueckt und bin dann an den Strand gegangen.
Die Straende in Australien sind fuer uns Europaer wirklich etwas besonderes. Ich bin die touristenueberfuellten Straende in Italien oder Spanien gewoehnt, auf denen eine Liege nach der anderen aufgereiht ist und mam vor lauter Menschen die Wellen nicht mehr hoert. Ich war in Agnes Water allerdings der einzigste Tourist und das, obwohl der Strand so wunderschoen ist.
Ich hab mich also in den feinen sauberen Sand gelegt und nach dem mir die kurze starke von Endorphinen ausgeloeste Motivation in das kuehle Blau zu springen, durch die Kaelte des Wassers wieder entschwunden war, habe ich angefangen in diversen Flyern zu stoebern, um die Beschaeftigung der naechsten Tage zu planan.
Das war wohl fuer ihn der Grund mich anzusprechen. Verstaendlich, wenn ich mich aus seiner Sicht betrachte: Da kommt ein Maedchen alleine an den Strand, sie sieht zwar zufrieden und gluecklich aus, aber doch auch ein wenig verpeilt, so als waere sie zwar froh hier zu sein, aber haette im Grunde absolut keine Ahnung, was sie mit ihrer Zeit jetzt wohl anfangen solle. Also geht sie Richtung Meer, doch als eine Welle ihren grossen Zeh beruehrt, schreit sie kurz auf, ein Schuetteln ueberfaellt sie und sie geht wieder zurueck zu ihrem Handtuch. Dort packt sie ploetzlich dutzende Broschueren aus, von denen die Haelfte wegfliegt, aber trotzdem gibt sie nicht auf und versucht wohl irgendetwas ueber das Dorf, in dem sie sich gerade befindet, herauszufinden. Ich gebe zu, ich sah wohl wirklich hilflos aus!!
,What are you trying to do?, war sein erster Satz. Ich musste ueber mich selber lachen und erklaerte meine Situation. William war wirklich sehr nett und hat mir erklaert, was ich hier so treiben kann. Seine Gesellschaft, die mich in diesem Moment wohl wirklich gerettet hat, hab ich gebraucht. Er hat mir direkt vorgeschlagen, mir Town of 1770 zu zeigen, ein Dorf (das ist eigentlich schon zu viel gesagt), das aus einem Pub und 9 Haeusern (hauptsaechlich zum mieten oder kaufen) besteht. Captain James Cook ist dort im Jahre 1770 an Land gegangen. Wir sind zu einem Aussichtspunkt gefahren, den man von einem Holzweg aus besichtigen konnte.Wir sind ueber das Gelaender gestiegen (das haette ich mich alleine wohl nie getraut) und von Fels zu Fels bis ganz oben bzw. vorne geklettert. Die Aussicht war wirklich atemberaubend, wir haben Delfine gesehen. Auf dem Rueckweg sind uns dann noch zwei Schlangen ueber den Weg gelaufen, eine Wuergeschlange und eine Giftige, aber komischerweise hatte ich keine Angst. Anschliessend sind wir ein Bier in dem Pub (`Tree`) trinken gegangen, wo ich noch mehr Locals, unter anderem Steph (eine Surflehrerin, der Wil das Surfen beigebracht hat) kennen gelernt habe.
Zutiefst befriedingt von dem aufregenden Tag bin ich, nach einem leckeren Abendessen und ein wenig TV schauen, eingeschlafen.
Am naechsten Morgen bin ich direkt wieder zum Strand. Wil hatte mir angeboten heute mit ihm und zwei Kanadiern in einen Nationalpark angeln zu gehen. Natuerlich war ich puenktlich zur Stelle. Welcher Backpacker hat schon das Glueck am 2. Tag mit Locals kostenlos zu fischen? Es gibt viele Touren die ganau das anbieten, doch die sind teuer, nicht so entspannt und sicher auch nicht so lehrreich. Wie an fast jedem Strand in Australien hat auch der Agnes Water Beach kostenlose Barbeque Staende. Und an genau so einem haben Dany und Hilery, das kanadische Paerchen schon gewartet. So gab es auf typisch australische Art (Barbeque) kanadisches Fruehstueck (French Toast). Es war wirklich interessant. Toast in Ruehrei getraenkt und gebacken, mit Margarine und Nussbutter bestrichen, mit Erdbeeren belegt und mit einer unglaublich suessen Sosse uebergossen. Kalorienbombe kann ich nur sagen, aber wirklich lecker.
Danach gings endlich los. In Wils Bus ( VW- Bus artiges Gefaehrt mit 2 Sitzen vorne und einer grossen Matratze hintendrin, auf der es sich Hilery und Dany gemuetlich gemacht haben) sind wir in den Wald gefahren. Schon die Fahrt war interessant. Wil hat uns erklaert, dass man durch vier verschiedene Bereiche faehrt, bis man da ist: Zuerst Wald, durch den man weit durchsehen kann, weil nur Gras zwischen den Baeumen waechst, anschliessend werden aus dem Gras Buesche, dann kommt der Regenwald und letztendlich der Strand. Und der war unglaublich. Es war NIEMAND ausser uns da. Schliesslich befanden wir uns auch in einem Nationalpark, in den man als Traveller normal ohne Genehmigung gar nicht rein darf :) Es war gerade Flut und so sind wir zu einer kleinen Bucht, die bei Ebbe normal Strand ist und haben es uns dort gemuetlich gemacht. Wil hat die Angeln vorbereitet und uns erklaert, wie man den Koeder befestigt und sie auswirft. Es gab wirklich viele Fische dort. Das haben wir daran gemerkt, dass unsere Koeder alle 2 Minuten weg waren. Und so hat es nicht lange gadauert bis Hilery vor Freude aufschrie und uns ihren ersten kleinen Fisch praesentierte. Nach einem kurzen Fotoshooting haben wir den alledings zurueck ins Meer geworfen. Er war zu klein zum Essen.
Dany war erfolgreicher. Er hat einen gut 40 cm langen Fisch gefangen, das war echt cool. Nach einer kurzen Mittagspause gings dann weiter. Mit neuem Motivationsschub standen wir am Ufer und sahen Hilery kurze Zeit spaeter mit einem Fisch kaempfen, der doppelt so gross war die der von Dany. Unglaublich. Sie hat ihn aber leider verloren. Spaeter hab auch ich es geschafft meinen ersten Fisch zu fangen. Er war ziemlich klein und ich hatte dummerweise gar nicht bemerkt, dass ich einen Fisch an der Angel hatte. Ich habe immer gespuert wenn ein Fisch gerade den Koeder ass, weil die Angel dann ein wenig gezuckt hat. Meistens haben die Fische aber den Haken nicht verschluckt und sind weiter geschwommen. Beim Einrollen der Angelschnur sind wir ausserdem total oft an Stoecken oder was-auch-immer haengen geblieben und mussten so fester ziehen. Bei meinem Fisch habe ich wieder das Zucken der Angel gespuert und beim Einholen einen Widerstand. Ich dachte wie die 1000 male davor an einen Stock und so war die Freude doppelt so gross als ich den Fisch entdeckte, der an meiner Angel hing.
Waehrendessen hat Wil Danys Fisch ausgenommen und uns dessen Eingeweide praesentiert. Es war ein Weibchen, denn es hatte ganz viele Fischeier in seinem Bauch. Ich weiss das hoert sich herzlos an, aber genau die haben wir anschliessend wieder als Koeder verwendet. Nun war es Ebbe und der Tag neigte sich dem Ende zu. Abends hat Wil uns alle zu sich eingeladen, den Fisch zubereitet (war echt lecker) und uns Surfermovies gezeigt.
An dieser Stelle sollte ich Wil und sein Anwesen wohl etwa genauer beschreiben:
William ist nach Agnes gekommen, um sein Leben zu geniessen. Er hat als Security- Typ in diversen Nachtclubs und Bars gearbeitet, angeblich spaeter auch fuer VIP`s (unter anderem Madonna^^). Immer wieder hat er sein altes Leben beschrieben. Er hat 18-20 h taeglich gearbeitet und sich so wirklich kaputt gemacht. Jetzt ist er in Agnes, muss nicht mehr arbeiten (er braucht schliesslich auch nicht viel) und lebt seinen Traum. Er hat sich etwas ausserhalb von Agnes ein riesiges Grundstueck gekauft. Zum groessten Teil ist dort Wald mit Oppossums, Kaengurus, exotischen Voegeln, Schlangen usw. Ausserdem hat er 2 Feuerstellen, eine Billabong ( grossen Wasserloch, da dort ein unterirdischer Fluss vorhanden ist, musste er nur ein Loch graben, das sich dann schnell gefuellt hat) mit Fischen und ein ziemlich aussergewoehnliches Haus. Er hat alles selbst gebaut. Das grosse Stahlhaus hat keine Raeume, es ist ein einziger grosser Raum, der sich aber doch in Wohnzimmer (gleichzeitig auch Schlafzimmer, weil er sein Bett als Sofa verwendet, es so direkt vorm Tv steht und er jeden abend davor einschlaeft), eine Kueche und ein Gaestezimmer einteilen. Ueberall an der Waenden haengen Surfbretter (die liegen auch auf dem Boden ueberall), Bilder von Delfinen und Surfern. Muscheln, Sticker, Angeln, Staturen von Delfinen und Fahnen schmuecken seine Waende, Decke und Boden. Es gibt kein Klo und keine Dusche, generell kein fliessendes Wasser, nur ein riesen Regenwasserfass vor dem Haus. Das Haus ist ausserdem zweistoeckig, irgendwie hat es Wil wohl geschafft auf mittlerer Hoehe ein paar Bretter anzubringen und ein Bett dort hinaufzuhiefen. Man erreicht es ueber eine Leiter.
Ich hab mich im Nachhinein wirklich gefragt, warum ich das Luxusanwesen, indem ich vorher gewohnt habe gegen dieses ueberdimensionale Zelt (so kam es mir vor) eingetauscht habe. Ich denke, Wils Gesellschaft war einfach besser und schliesslich bin ich ja hier, um Abenteuer zu erleben.
Am 3.9. sind wir alle zusammen an den Strand gegangen, wo Hilery meine Theorie- Kenntnisse, die ich mir leztztes Jahr auf Studienfahrt in Frankreich, bei meinen ersten Surfversuchen, angeeignet habe, aufgefrischt hat. Anschliessend bin ich mit ihr rausgeschwommen und hab mich auf ihrem Brett versucht. Das war allerdings gar nicht so einfach und da wir keine wet suits anhatten, war uns auch ziemlich schnell kalt. Mittags sind wir ins Mango Beach Cafe zum Essen gegangen. Ansonsten war der Tag ziemlich entspannt. Das aufregendste war wohl die Dusche die ich gegen Abend auf Wils Grundstueck genommen habe. Er hat sein Regenwasser-Wasser im Wasserkocher gekocht, in einen Eimer, diesen auf ein Brett gestellt...ja, das war meine Dusche. Ich habe wirklich noch nie komplett im Freien geduscht, war aber eine Erfahrung wert. Abends haben wir dann noch DVDs geschaut, unter anderem Hall Pass, der war wirklich lustig. Es ging um 2 Ehemaenner, die von ihren Frauen eine Woche `Ehefrei` bekommen haben und so machen konnten was sie wollten. Da sie aber aus der Uebung waren haben ihre Anbaggerversuche nicht geklappt. Ihre Frauen im Gegensatz waren sehr begehrt, wirklich witzig. Wil hat wie jede Abend eine nach der anderen geraucht, zwischendurch auch mal seine Bong (er baut sein eigenes Marihuana in seinem Garten an^^) und Wein getrunken.
Am naechsten Morgen hat er mir dann eine `personal Surflesson` gegeben. Das war echt cool, alle andern Jugendlichen am Strand mussten dafuer bezahlen, hatten nur Softboards (die sind schwerer zu fahren (finde ich) aber fuer Anfaenger besser, weil man sich nicht verletzen kann), und zu 20. einen Surfcoach. Ich hingegen hatte ein Longboard (fand ich viel besser, schliesslich bin ich in Frankreich schon die ganze Zeit Softboard gefahren) und meinen persoenlichen Surflehrer. So hat es nur 5 Minuten gedauert, bis ich das erste mal gestanden bin. Am naechsten Tag hab ich alleine noch ein bisschen geuebt und wirklich Spass daran gefunden, weil es gut geklappt hat. Trotzdem finde ich ich Snowboarden aber noch viel besser, weil man nich immer auf ne Welle warten muss, sondern einfach immer fahren kann.
Abends haben wir zu zweit immer DVDs geschaut, am sonntag unter anderem `Paul`, die Komoedie mit dem Alien, echt gut, und montags Dilemma. Da sieht die Hauptfigur, die Frau seines besten Freundes fremdknutschen und weiss nicht genau, wie er das seinem Freund beibringen soll. Ausserdem hat ich montags noch das Highlight in dem Kaff gemacht: Ich bin Scooteroo gefahren. Eine Mischung aus Roller und Motorad. Wil hat mich morgens dort hin gefahren, ich habe gesagt, dass ich das machen will, ich musste keinen Fuehrerschein zeigen oder mein Alter sagen oder sonst was, wieder etwas das in Deutschland niemals moeglich waere, hab ich gedacht. Ich bin einfach mittags um zwei wieder hin, habe das Geld bezahlt (ich musste statt 55 Dollar nur 50 zahlen, weil Wil dabei war :)) und dann gings los. Aus allen Hostels wurden die Leute dort hin gefahren, wir waren am Ende zu 30. oder so. Dann sollten wir uns alle auf ein Motorrad setzten. Uns wurde erklaert wo die Bremse und wo das Gaspedal ist und nachdem wir dort alle 3 Runden im Kreis gefahren sind, haben sie uns schon auf die Strasse los gelassen. Da ich schon 2 Jahre Roller gefahren bin war das fuer mich kein Problem, aber ich weiss nicht,ob ich mich das getraut haette, wenn ich null Erfahrung gehabt haette. Wir sind in der Schlange hintereinander durch die Gegend gefahren. Hat wirklich Spass gemacht, wir haben ganz viele wild lebende Kaengurus gesehen (davon gibts in Australien nach groben Schaetzungen inzwischen 300 Millionen), wurden fotografiert und haben den Sonnenuntergang in Town of 1770 angeschaut. Die Investition hat sich wirklich gelohnt. Vorallem weil ich auch endlich mal wieder mit junge Leuten unterwegs war.
Wil hat mich dort abends wieder abgeholt, ich hatte eine Dusche im Dunklen unterm Mond und den Sternen (Wil hat nur die Lichter von seinem Auto angemacht, sonst haette ich gar nix gesehen) und hatte so wieder einen aufregenden Tag hinter mich gebracht.
Am naechsten Tag ging es ganau so weiter. Ich wurde von einem anderen Local, Scotty, eingeladen mit ihm und Hilery nochmal fischen zu gehen. Und zwar mit seinem Motorboot!!! Wil hat uns also morgens zu ihm gefahren und nach einer gemuetlichen Tasse Kaffee gings dann auch los. Wir sind nach Town of 1770 gefahren, wo wir das Boot ins Wasser gelassen haben. Ich war so bloed und hatte eine kurze Hose an, es hat nur leider geschuettet. Obwohl ich meine Softchilljacke anhatte, war es trotzdem richtig kalt. Aber die Fahrt war echt cool. Da es so stuermig war, gab es richtig grosse Wellen und da das Boot so klein war und wir so schnell gefahren sind, ist es immer richtig gedopst. Das war echt cool. Wir sind wieder an die gleiche Stellen gefahren, an der wir mit Wil waren, nur waren wir diesmal schneller da, weil wir eben uebers wasser gekommen sind. Beim Fischen hatten wir allerdings kein Glueck. Scotty hat so ein Geraet am Boot, das immer piepst, wenn ein Fisch unterm Boot durchschwimmt, und es hat die ganze Zeit gepiepst, aber trotzdem wollte kein Fisch unsre Koeder haben. Wir haben ab und zu den Platz gewechselt, aber es hat alles nicht geholfen. Nur Schotty hat einen kleinen Fisch gefangen, den haben wir aber gleich wieder zureck geworfen. Da wir komplett nass waren, sind wir dann nach 1 oder 2 Stunden wieder zuueck. Die Rueckfahrt war noch verrueckter, weil die Wellen groesser waren und Scotty noch schneller gefahren ist. Das war wirklich das Beste an dem Tag. Richtig cool. In Town of 1770 haben wir in dem einzigen Pub dann noch einen Cappuccino getrunken und sind anschliessend zurueck gefahren. Das hatte auch seine Vorteile,denn so konnte ich bei Hilery und Dany duschen und ein wenig ihren Laptop benutzen. Abends hat Wil mir dann wieder einen Surffilm gezeigt und wir haben `Employee of the Month` geschaut.Der war total verwirrend, bin mir nicht ganz sicher ob ich ihn richtig verstanden habe.
Zu diesem Zeitpunkt war ich dann schon froh, dass es meine letzte Nacht war. Jeden abend 4 Stunden TV zu sehen hat mich am Ende wirklich gelangweilt, aber was anderes konnte man in diesem kleinen Dorf auch nicht machen. Am naechsten Tag warn wir dann also nochmal am Strand, ich habe die Bilder von Wil auf meine Festplatte gezogen, mich von allen verabschiedet und die Abfahrt vorbereitet. Ich war echt froh, als es dann endlich los ging. Wil hat mich zur Bushaltestelle gefahren und mir total den suessen Zettel mit seiner Mailadresse, seiner Webseite und folgenden Worten gschrieben: Thanks for your Smilies and Laughter, they share in my World, Take care, Have Fun, Love Life. (Danke fuer dein Laecheln und Lachen, das hat mein Leben bereichert, Pass auf dich auf, hab Spass, liebe das Leben)
Das gleiche wuensch ich euch.
Eure Franzi
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