Sonntag, 9. Oktober 2011

Cairns

So meine Lieben,

Nachdem mein letzter Versuch einen neuen Blogeintrag zu machen gescheitert ist, weil der PC ploetzlich abgestuertzt ist und alles was ich geschrieben hatte wieder weg war, versuche ich es jetzt nochmal:

Cairns, eine wunderschoene Stadt, die ich gar nicht verlassen wollte. Die `Grossstadt` mit ihren 120000 Einwohnern (fuer deutsche Verhaeltnisse nicht begreiflich) hat eine wunderschoene grosse Innenstadt mit hunderten Geschaeften (vorallem Souvenirlaeden, die vor Koala Kuscheltieren ueberquillen ^^), ein Museum, eine Lagoone (wieder wie ein grosses Freibad direkt am Meer aber natuerlich umsonst), rundherum Regenwald, das Great Barrier Reef und einen internationalen Flughafen.

Donnerstags mittags bin ich angekommen und habe so meine letzte Greyhound Fahrt an der Ostkueste hinter mich gebracht. Da ich noch eine e-night uebrig hatte und keinen Couchsurfer gefunden hatte, wollte ich in das YHA Hostel. Das hat sich wirklich gelohnt. Das Hostel war im Stadtzentrum und somit in perfekter Lage und richtig schoen. Es hatte einen riesigen Innenhof mit Pool, Palmen und Liegestuehlen. Die Kueche war total riesig und richtig sauber. Das billigste Zimmer haette 27 Dollar gekostet, das hat mich aber umsomehr gefreut, weil ich dadurch ein richtiges Schnaeppchen gemacht hatte. Die 10 e- Nights, die ich in Brisbane gekauft hatte haben 220 Dollar gekostet (also 22 Dollar die Nacht) :)

Als erstes bin ich mal in die Kueche gegangen und habe das `Free Food` Fach ausgeraeumt. Das ist ein weiterer riesiger Vorteil der YHA- Hostels. Wenn Leute das Hostel verlassen und kein Essen mitnehmen koennen oder wollen, koennen sie es dort lassen und anderen somit helfen. Ich hatte richtig Glueck, weil es grad richtig viel zu Essen gab. So hab ich Nudeln, Reis, eine Gurke, Mais, eine Zwiebel, Toast und Marmelade geschnort und musste somit schonmal nicht mehr einkaufen gehen.

Dann bin ich in die Stadt gelaufen und habe einige organisatorische Sachen erledigt. Ich war bei der Post und habe dort meine Tax File Number abgeholt (die hatte ich in Brisbane beantrangt und nach Cairns schicken lassen), die man braucht wenn man in Australien arbeiten will (wegen den Steuern usw.). Ausserdem habe ich mich informiert, was es kostet ein Packet nach hause schicken zu lassen. Dann hab ich den PeterPans aufgesucht (Reisebuero fuer Backpacker) wo man ja immer kostenlos Internet bekommt. Nachdem ich dort endlich mal wieder im Facebook war und alles andere gecheckt hatte, bin ich zurueck ins Hostel, um zu kochen. In der Kueche habe ich dann Maria und Sabine wieder getroffen, die Maedels aus Mission Beach. Sie waren total nett und haben gleich gefragt :` Hey, hast du heute Abend schon was vor?`, ` Aehhh, nee.` ` Ok, dann trinkst du mit uns Goon.`

Gesagt, getan. Nachdem ich gegessen und geduscht hatte, haben wir uns vor der Kueche wieder getroffen, um den Goon zu trinken. Den Wein aus Fischeiern haben wir dann mit Obst von mir, das wir zuerst liebevoll geschnibbelt haben, aufgepimpt. Sofort wollten die Maedels mit einem Trinkspiel anfangen. Da war ich natuerlich direkt dabei. Sie haben Karten geholt und dann gings los. Der Abend wurde immer lustiger :) Ziemlich schnell haben wir auch noch 2 Maedels kennen gelernt, die neben uns am Tisch sassen (auch deutsche) und noch ein paar deutsche Jungs. So wurde unser Tisch immer voller und unser Goon- Pack immer leerer :)

Es war wirklich so lustig. Einmal bin ich mit Maria und Sabine in die Kueche, um noch ein bisschen Obst zu schneiden und wir mussten an die Jungs aus Mission Beach denken. Ich weiss nicht genau wieso (ich denke der Goon war Schuld), aber wir hatten ploetzlich einen dermassen kranken Lachflash, dass wir alle drei nicht mehr stehen konnten und uns auf dem Boden rumgekullert haben. Als wir dann die Leute vor der Kueche gesehen haben, die uns schockiert angeschaut haben, musste wir noch mehr lachen. Ich habe das Schnarchverhalten von Allan (bzw. Scott) beschrieben. Richie hatte es am Abend zuvor in Mission Beach erklaert und da die beiden da schon weg waren, hab ich es eben wiederholt:

Also, der Scotty, der schnaaaarcht. Aber der schnarcht nicht normal. Der schnarcht anders. Und zwar so, dass kein anderes lebendiges Wesen im Umkreis von 10 km schlafen kann. Also, das ist so... Wenn der Scotty ins Bett geht, dann atmet er fuer 20 Sekunden ueberhaupt nicht. Er ist so still, dass alle anderen im Zimmer beginnen sich Sorgen zu machen und verwirrte Blicke wechslen. Nach diesen 20 Sekunden oeffnet er dann aber ploetzlich saemtliche Koerperoeffnungen die er hat und saugt die gasamte Luft in dem Raum in sich ein. Dabei sieht man dann ploetzlich Froesche und diverse andere Tiere an die Fenster klatschen, die von dem ungeheuren Sog angezogen werden. Die anderen Betten in dem Raum schieben sich langsam Richtug Allan und alle anderen in dem Raum schnappen panisch nach Luft, von der aber nicht mehr viel uebrig ist. Am naechsten Morgen wacht Allan dann auf, alle Moebel in dem Raum sind um sein Bett aufgereiht, die Baeume des halben Regenwaldes stehen schief, die gesamte Frosch- und Insektenpopulation klebt am Fenster und alle anderen im Zimmer haben nur blanke Angst und Schockiertheit in ihrem Gesicht stehen.


Es war wirklich so witzig :D

Danach sind wir dann alle zusammen ins Gilligans, der groessten und bekanntesten Disco (gleichzeitig auch ein Hostel, total verrueckt) in Cairns gegangen und haben dort weiter gefeiert. Wir hatten zu dritt die 4 Liter Goon getrunken und waren dadurch schon ziemlich gut dabei. Aber im Gilligans gings dann irgendwie immer weiter. Wir sind dort geblieben bis es um 3 Uhr zugemacht hat und hatten wirklich Spass. Am naechsten Morgen allerdigns war der Spass vorbei. Der Tag war wirklich ziemlich zerstoert, weil mein Kopf es war. Das war aber nicht so schlimm, weil ich eh nur organisatorische Sachen zu erledigen hatte. Ich habe alle Weihnachtsgeschenke eingekauft, meinen Rucksack aussortiert und ein Packet nach Hause verschickt (das braucht 3 Monate). Ausserdem hab ich meinen Flug nach Darwin gebucht, eine Diving Tour ins Great Barrier Reef und noch vieles mehr. Abends sass ich dann wieder ein bisschen bei Maria und Sabine. Wir haben uns zusammen ueber unsreren Kater beklagt und nochmal ueber den lustigen vorherigen Abend geredet. Dann bin ich aber frueh ins Bett, denn am naechsten Tag wollte ich mal etwas von der Stadt sehen.

Der Tag hat schon richtig super angefangen, denn als ich an den Kuehlschrank bin, um mein Fruehstueck raus zu holen, hab ich festgestellt, dass die 2 Maedels mir ihr uebriges Essen hinterlassen hatten und auch noch die suesse Nachricht fuer mich da gelassen hatten: `Hey Franzi! Gute Nachricht, man darf Essen bei Inlandsfluegen mitnehmen. Schlechte Nachricht, ich hab unsere Tomatensauce zerstoert =D ... Hupps Wir wuenschen dir noch viel Spass bei deinem Aufenthalt. Pass auf dich auf! ;) Lg Sabine und Maria`

Das fand ich total nett.
Nach dem leckeren Fruehsteuck war ich zuerst ein bisschen im Internet und wollte dann die einzige richtige ehrliche Touruisteninformation suchen. Auf jedem zweiten Laden steht zwar `Toursteninfo`, aber wie der Lonely Planet auch schon warnt wollen die alle nur ihre eigenen Touren verkaufen. Als ich in dem winzig kleinen, aber wohl serioesen Laden war, hab ich mir erstmal alle Flyer und Broschueren zu Kuruda (einer Stadt im Regenwald), Tjapukai (einem Aborigine Park) und Cape Tribulation (weiter im Norden) genommen. Dann hab ich mich an die wunderschoenen Lagoon gelegt und gelesen. Ich habe alle Angebote verglichen und mir ueberlegt was genau ich will. Ich habe mich fuer einen Tagesausflug entschieden, den ich dann auch gleich gebucht habe. Dann habe ich eine Kunstgalerie aufgesucht, die natuerlich wieder total langweilig war und bin dann ins Museum.

Das war richtig lustig. Ich bin immer wieder erstaunt wie viel Spass die Australier an ihrem Beruf haben. Der Mann an der Kasse ist froehlich aufgesprungen, als er mich (einen Besucher!!!) erblickt hat und hat, nachdem er mir die 5 Dollar Eintritt abgenommen hatte, nicht mehr aufgehoert zu reden. Wo ich denn her sei und wie mir Australien gefalle, seit wann ich hier bin und was ich schon so gesehen haben. Der typische Smalltalk eben. Dann hat er erzaehlt, dass sein Opa oder so ja aus Deutschland ist, ganz stolz hat er mir sein kleines und auch leider ziemlich schlechtes Repartoir an deutschen Woertern vorgefuehrt, zu dem ich natuerlich total beeindruckt gelaechelt und genickt habe. Dann hat er mir noch erzaehlt, wo ich anfangen muesse und wie toll doch dieses Museum sei. Naja, es war eben ein Museum und wie alle Museen in Asutralien waren die aeltesten Gegenstaende hoechstens 100 Jahre alt, aber ok, die Australier sind eben stolz auf ihre kurze und eher langweilige Vergangenheit.

Also hier mal an was ich mich noch erinnere: Die ersten Einwohner Cairns waren hauptsaechlich Japaner und Chinesen, die dort alle moeglichen Sachen angebaut haben: Kaffee und Gemuese usw. Dann kamen aber irgendwann ploetzlich ganz viele Leute, weil man dort Gold gefunden hatte. Die Stadt ist also durch den Goldrausch gewachsen und wurde reicher. Ja, das war dann auch schon alles geschichtliche. Ansonsten gab es in dem Museum Bilder von grossen Schlangen und Krokodilen, die in der Umgebung aufgenommen wurden. Alte Gegenstaende wie Buegeleisen, Telefone, Toepfe usw. Als ich grad schon keine Lust mehr hatte mir noch mehr Tassen und Teller anzugucken, kam einer der Angestellten dort toal begeistert auf mich zu: `Look, look, I have to show you something.`Ploetzlich zog er mich schon in einen anderen Raum (in dem ich schon war) und drueckte mir ein Buegeleisen in die Hand. `Heavy, isn`t it?` Der Eisenklumpen war wirklich schwer, und so nickte ich bestaetigend in seine Richtugn. Das hat ihn dann wohl motiviert mir alle anderen 300 Buegeleisen auch noch in die Hand zu geben und zu jedem seine Geschichte zu erzaehlen. Eine andere deutsche Frau war auch noch in seiner `Fuehrung`gefangen. Ab und zu warfen wir uns ein paar schmunzelnde Blicke zu. Doch das hat der Mitarbeiter gekonnt ignoriert und uns dann auch noch Topefe in die Hand gegeben, Krokodilkoepfe (damit wollte er ich auch unbedingt fotografieren), und er hat uns Tassen gezeigt. Die fand ich sogar ganz witzig. Er hat erklaert, dass die Rasierklingen frueher nicht so elastisch waren wie heute und die Maenner damit nur ihre Backen rasieren konnte, aber icht ihre Oberlippe. Deshalb hatten frueher alle einen Schnautzbart. Damit dieser beim Kaffe oder Tee trinken nicht nass wird, hatten die Tassen eine Art Bruecke, in die sich der Bart beim trinken legte. Total witzig find ich.


Am Ende wollte er dann noch Bilder von uns allen machen. Die deutsche Frau hat mich dann noch auf einem Kaffe eingeladen (fand ich total nett) und so hab ich mich mit ihr noch etwas unterhalten. Sie hat dort Urlaub gemacht. Ich hatte inzwischen in das viel billigere aber trotzdem saubere Global Center Hostel gewechselt, in dem ich dann gekocht habe und ziemlich frueh ins Bett bin.

Am naechsten Tag sollte dann schon die Dive Tour sein. Mein Schlaf wurde aber leider um ca. 3 Uhr durch einen Feueralarm unterbrochen. Der hat sich allerdings als Fehlalarm rausgestellt, aber das coole war, dass ich beim vorm Hostel stehen und auf die Feuerwehr warten Jille wieder getroffen habe. Er war mit mir auf Fraser Island und mit ihm hatte ich mich dort richtig gut verstanden.

Naja, also auf die Dive Tour hab ich mich richtig gefreut. Ich war ja auf den Whitsundays schon schnorcheln und fand das Graet Barrier Reef so toll. Jetzt wollte ich ein bisschen weiter runter tauchen.

Am Hafen musste ich dann erstmal meine Boardkarte abholen und das Schiff finden. Das war aber gar nicht so schwer, weil es wirklich richtig schoen und gross  (20 m lang) war. Dort mussten wir dann erstmal n paar Formulare ausfuellen usw. Und haben Fruehstueck (mein zweites^^) bekommen. Dann sind wir los geschippert. Wir waren 20 Leute oder so jeder Altersklasse und Nationalitaet. Nachdem wir eine dreiviertel Stunde gefahren waren und jetzt am Upolu Cay waren, wurden die, die Tauchen wollten, reingerufen und aufgeklaert. Man hat uns erklaert was uns erwartet, worauf wir achten muessen und einige Handzeichen gezeigt. Sowas wie: Mir gehts gut, mir gehts nicht gut, mein Ohr ploppt nicht und da ist Nemo J

Ich war mit einem anderen deutschen Maedchen in Gruppe 2. Wir haben swinsuites bekommen, ne Taucherbrille und diese monstroesen Sauerstoffflaschen. Dann noch die Schwimmflossen und die Verkleidung war perfekt. Ich hab mich glaub ich noch nie so unbeweglich gefuehlt. Ich hab versucht aufzustehen, weil ich dabei aber wohl so aussah wie ne 200 Kilo schwere 90 Jahre alte Rheuma kranke Omi, musste ich voll ueber mich selber lachen und bin wieder zurueck geplumst. Nachdem ich mich beruhigt hatte, hab ich meine ganze Konzentration zusammen genommen und es tatsaechlich geschafft aufzustehen. Die naechste Heurausforderung war mit den Flossen zu laufen. Es war echt so witzig und sah glaub ich sowas von bekloppt aus. Naja, dann hab ich noch meine Unterwasserkamera geschnappt, die ich am Tag zuvor ausgeliehen hatte und es konnte losgehen. Mein Tauch Instructor war schon im Wasser und einer stand neber mir auf dem Boot. Ich musste ins Wasser springen, dabei Luftschlauch und Brille festhalten und mich dann erstmal an das ungewohnte Atnen gewoehnen.Das war wirklich komisch am Anfang. Die andere Deutsche hatte aber viel groessere Probleme und wollte erst abbrechen, aber unser Instructor war voll cool und geduldig. Ich hatte nur voll Angst, dass meine Ohren beim runter gehen nicht ploppen, weil ich auch schon oft beim Fliegen Probleme hatte. Und die Kanadierin, mit der ich auf den Whitsudays war, musste ihren Tauchgang abbrechen, weil ihr eines Ohr nicht geploppt hatte. Das war also meine groesste Sorge.

Als wir langsam nach unter getaucht sind, hatte ich mich an das Atmen gewoehnt und konnte den Ausblick geniessen. Aber wie ich befuerchtet hatte, hat mein rechtes Ohr nicht geplopppt. Es hat richtig weh getan. Ich hab die ganze Zeit versucht mit Nasezuhalten und druecken Druckausgleich zu machen. Aber es half nicht. Dann hab ich meinem Instructor dank Zeichensprache klar gemacht, was das Problem ist und wieder war er voll toll. Er hat mir ganz viele Uebungen vorgemacht uns dann hat es zum Glueck geploppt.

Die Korallen waren wieder richtig schoen. Der Instructor hatte uns beide die ganze Zeit an der Hand (sonst haette ich glaub ich n bisschen Angst gehabt) und uns alles coolen Fische und Korallen gezeigt. So haben wir ganz viele Nemos gesehen und auch so wie riesen Muscheln aussehende Korallen, die zuschnappen, wenn man sie beruehrt. Der Instructor hat immer seine Flosse reingehalten und sie so zuschnappen lassen. War echt cool. Wir sind bis auf 5 oder 6 Meter runter getaucht und haben ganz viele grossen Fische und bunte Korallen gesehen. Ich habe die Kamera genutzt und viele Fotos gemacht.

Nach einer halben Stunden mussten wir dann wieder auftauchen. Das Tauchen an sich hat mir wirklich mehr Spass gemacht als das ` Fische Gucken`, weil es sowas Neues war. Dann musste ich mich und mein Equipement nur noch wieder auf das Boot hiefen, den Kram ausziehen und konnte schnorcheln. Mich hatte das Great Barrier Reef jetzt wirklich gepackt und ich wollte noch mehr coole Fische sehen und Bilder machen. Wir wurden mit einem kleinen Boot ein Stueck raus gefahren und durften dann schnorcheln. Es war wieder richtig schoen und da das Wasser so warm war hab ich ueberhaupt nicht gefroren (und das heisst bei mir wirklich was ^^). Ich war bestimmt ne Stunde im Wasser und wollte gar nicht mehr aufhoeren. Aber dann gabs Mittagessen und wer mich kennt, weiss, dass ich fuer gutes Essen auf ziemlich viel verzichte J

Das Buffet war richtig gross und lecker. Es wab Lachs, verschiedene Sorten Brote, Salate, Haehnchen und Skampies. Voll lecker. Nachdem wir uns den Bauch voll geschlagen hatten und auch noch eine kurze Tour im `Glass Bottom Boat` gemacht hatten sind wir ein Stueck weiter gefahren und an einer wunderschoenen winzig kleinen Insel angekommen. Wir waren jetzt in der `Wonder Wall` am Rand des Upolu Reefs. Also eine einsamere Insel gibt es glaub ich nicht. Es war ein ungefaehr 20 Quadratmeter grosser Sandfleck, um den das Wasser total flach war und es auch teilweise Korallen gab. Mit Handtuch und Foto bewaffnet wurden wir dort hingeschippert und durften 1 oder 2 Stunden dort verbringen. Die Zeit haben wir genutzt um Fotos zu machen, zur Nachbarinsel (20 Meter entfernt) durchs Wasser zu laufen und um die schoene Aussicht zu geniessen. Genau so stelle ich mir das Paradies vor J Zurueck zum `Mutterschiff`, dem Ocean Freedom,  sind wir dann geschnorchelt und haben wieder andere Fische gesehen. Es hat echt total Spass gemacht. Auf dem Schiff gabs dann noch einen Nachmittagssnack (also mit Essen wurden wir wirklich gut versorgt). Anschliessend sind wir die Rueckreise angetreten.

Alles in allem hat sich der Tag wirklich richtig gelohnt und hat voll Spass gemacht. Ich hab wieder nette Leute kennen gelernt, ihre Geschichten gehoert, ich war zum ersten mal in meinem Leben tauchen, habe ganz viel Nemos gesehen und andere coole Fische.

Wenn ich an Nemo denke, faellt mir was ein, dass muss ich euch erzaehlen. Im Aquarium in Townsville habe ich gelernt, dass das Geschlecht vieler Fischarten nicht von Geburt her bestimmt ist, sondern sich erst (abhaengig von ihrer Groesse) spaeter entwickelt. Bei Clownfischen ist es ebenfalls so. Der kleinere Fisch ist das Weibchen. Stirbt der kleinste Fisch und es gibt somit nur noch Maenner, wird der jetzt kleinste Fisch weiblich, auch wenn er immer vorher maennlich war. So wird eben die Fortpflanzung gesichert. Wie ihr euch vielleicht schon denkt bedeutet das aber, dass Nemo weiblich gewesen sein muss und sein Vater ihn wohl nur gesucht hat, um den Fortbestand seiner Art zu schuetzen J Irgendwie witzig. So werden wir von Disney manchmal an der Nase herum gefuehrt.

Aber egal, abends hab ich das Resteessen vom Vorabend vertilgt und mich dann mit Anika, die ich auf dem Boot kennen gelernt habe , getroffen. Wir sind zuerst in einen Club an der Lagoon gegangen , da der aber schon um 12 zugemacht hat., sind wir dann weiter in eine andere Disco gegenueber von meinem Hostel. Ich habe total viele Australier kennen gelernt, das war echt witzig und spaeter ist auch noch Jille dazu gekommen. Er war ja bei mir im Hostel und deshalb hab ich ihm geschrieben, ob er auch kommen will. Es war wirklich ein lustiger Abend.

Am naechsten Tag war dann wieder ausschalfen angesagt. Ich hatte mich am Abedn zuvor mit Jille verabredet. Wir waren zuert im Peterpans, wo ich meine 1000!!! (ich hab wirklich ueber 1000 Fotos gemacht :D) Bilder vom Tauchen aungeschaut habe (und ungefaehr 700 geloescht). Dann sind wir zum 3 km entfernten botanischen Garten gelaufen. Es war ganz schoen mal nicht alleine durch die Gegend zu latschen. Wir haben uns gut unterhalten. Er ist wirklich total nett. Der botanische Garten war ganz schoen. Es gab einen Teich mit Entenund viele bunte Pflanzen. Gegen die anderen botanischen Gaerten, in denen ich bis jetzt war, war dieser viel mehr Regenwald maessig und deshlasb endlich mal wider was neues. Irgendwie haben wir es geschafft den ganzen Tag dort rumzubringen. Jille hat erzaehlt, dass er am kommenden Tag nach Sydnet fliegt und dann zurueck nach hause muss, weil er Probleme mit seiner Schulter hat. Aber dass er gar nicht weg will aus Australien und vielleicht Ende des Jahres wieder kommt (wenn seine Eltern es erlauben). Sein Vater war wohl ziemlich sauer, als Jille ihm damals die Nachricht verkuendet hat, dass er nach Australien geht. Naja, so oder so, haben wir beschlossen, dass wir uns mal wieder sehen muessen. Vielleicht kommt er mal nach Deutschland J

Jetzt hab ich wieder so viel geschrieben und immer noch nicht alles von Cairns erzaehlt. Naja, bald kommt der Rest. Ich vermiss euch alle total.

Lg Franzi

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