Samstag, 24. September 2011

Stadtstadt und magnetische Insel :D

Also englische Namen hoeren sich wirklich immer irgendwie besser an :D Naja, also mein naechster Stop war Townsville.

Dort bin ich mittags um 2 angekommen, aber hatte nichts ausser die Adresse von Anja, meiner naechsten Couchsurferin. Als ich endlich einen Stadtplan gefunden hatte, hab ich erstmal gemerkt, dass sie ungefaehr am anderen Ende der Stadt wohnt und die Busstation, die dahin faehrt auch mindestens 15 Minuten weg ist. Da ich ja keine andere Wahl hatte, hab ich mich mit meinem 20 Kilo Rucksack auf dem Ruecken, dem 5 Kilo Rucksack am Bauch und na Tasche mit Essen in der Hand auf den Weg gemacht. Ich glaube ich sah ziemlich bemitleidenswuerdig aus, wie ich da bei 30 Grad in Flipflops und Gepaeck fuer ein ganzes dritte Welt Land durch die Innenstadt gestapft bin. Deshalb hat es auch keine 5 Miuten gedauert bis mich ein alter nett aussehender Mann angesprochen hat und gefragt hat, wo ich denn hin moechte. Da ich selber nich so genau wusste wie man da hin kommt und ihm nur die Stasse nennen konnte hat er seinen Atlas rausgeholt, kurz geschaut und dann gemeint, dass das zwar nicht auf seinem Weg liegt und doch ein ganz schoenes Stueck sei, aber dass er mich dort gerne hinfahren wuerde. Nachdem mir wieder kurze Zweifel durch den Kopf gehuscht sind, ob ich jetzt bei diesem voellig fremden Mann ins Auto steigen soll, musste ich an den weiten Weg denken, denn ich sonst noch vor mir hatte und hab deshalb sein Angebot dankend angenommen. Er war wirklich total nett und hat mich bis vor die Haustuer gefahren. Als ich mich zum 1000. mal bedankt habe, meinte er nur, dass er jeden Tag fuer jemand anderen etwas Gutes tun will und froh ist, dass er das heute nun tun konnte. Sehr lobenswerte Einstellung finde ich :)

Anja und Troy waren wirklich super nett. Nachdem ich mein Zeug in die Waschmaschine gestopft hatte und ein wenig ihren Laptop genutzt habe, hat Troy auch schon ein super leckeres Essen gekocht. Anja ist Deutsche und studiert jetzt aber in Cairns, um bei Troy sein zu koennen. Troy ist ein super Koch und ein Kuenstler :) Er bastelt total gerne und ist super kraetiv. Wie es das Vorurteil so will, dachte ich eigentlich die ganzen schoenen selbstgemachten Dinge in ihrer Wohnung waeren Anjas Werk, aber da hatte ich mich geirrt :)

Am naechsten Tag bin ich dann mit dem Bus wieder in die Innenstadt gefahren, um mir alles Sehenswerte anzusehen. Ich war im Reef HQ, dem groessten Korallen und Graet Barrier Reef Fische Aquarium ueberhaupt. Das war wirklich richtig interessant und wieder total bunt.

Das Great Barrier Reef ist der groesste lebende Organismus der Welt und der einzige , den man vom Weltraum aus sehen kann. Es ist eines der sieben Weltwunder und ist so gross wie Deutschland. Verrrueckt oder? Ein Organismus so gross wie Deutschland!!! Es ist 2300 km lang und 25 bis 250 km breit und das zu Hause von 1500 verschiedenen Fischen, 4000 Muschel Arten, 360 verschiedenen harten Korallen, 1/3 aller weichen Korallen auf der Welt und beinhaltet 900 Inseln.

Viele dieser Fische und Muscheln konnte man in dem Aquarium sehen. Ich hab Haie, ganz bunte Korallen, Schildkroeten und sogar ganz viele Nemos gesehen :)Hab mir einen Vortrag ueber verschiedene Hai Arten angehoert und Schutzprogramme fuer Schildkroeten und war bei der Fuetterung dabei.

Dann war ich noch im Cultural Centre, wo die Geschichte der Aborigines in Townsville aufgefuert war und wieder ganz viel ihrer Kunst gezeigt wurde und ich war im Botanic Garde, der war aber total winzig war. Ich weiss auch nicht, aber irgendwie kann den Botanic Garden in Brisbane nichts toppen :)

Abends hab ich dann fuer Anja und Troy Chilli gekocht und Knoblauchbrot aufgebacken. Hat ganz gut geschmeckt hoffe ich :)

Am naechsten Tag hatten die beiden Uni- und arbeitsfrei und mich zu einem Nationalpark gebracht, wo ich so einen Riesenlizzard gesehen hab. Bis ich meinen Foto drausen hatte war der allerdings schon wieder weg. War aber trotzdem cool. Von Anja hab ich erfahren, als ich gefraft hab, obs hier letztens gebrannt hat, weil ueberall Asche war, dass oft absichtlich im Winter Feuer in National Parks gelegt werden, um eine Art Barriere zu bilden, falls ein richtiges Feuer ausbricht. Echt krass: die muessen Fuere legen , um Feuer zu verhindern :)


Dann sind wir an den Strand in Townsville, der den verrueckten Namen `The Strand` traegt und haben dort gepicknickt. Troy hat eine super leckere Cracker, Dip, Wuerstchen, Kaese Platte vorbereitet. Anschliessend haben mich die zwei zu Castle Hill gefahren, ein Berg mitten ins Townsville, den man besteigen kann und von dem man eine super Aussicht auf Townsville und Magnetic Island hat. Es war zwar richtig steil und wirklich anstrengend, aber ich habe es trotzdem nicht bereut. Die Aussicht war der Wahnsinn, also hab ich mich dort auch eine ganze Weile aufgehalten und einfach nur den Moment genossen. Als ich auf einem der Wege lang gelaufen bin hab ich auch ploetzlich direkt daneben eine Riesenechse gesehen, die dort in der Sonne gechillt hat. Echt krass. Ich war ganz nah und musste sie irgendwie 5 Minuten anstarren, weil ich es so cool fand, dass da einfach so ein risiges wildlebendes Tier sitzt, das man bei uns nur im Zoo sieht. Einige Australer sind vorbei gelaufen, also wuerde da nur ein Kieselstein liegen. So sind die Unterschiede :D Naja, ich fands toll. Wieder unten von dem Berg bin ich dann noch ins Museum gegangen, dass auch wirklich interesssant war.

Vor einigen Jahren wuerde im Grat Barrier Reef das Schiffswrack der Pandora gefunden, was irgendwie voll des Wunder war. Also wurden ganz viele Teile von dem Schiff ausgestellt und die Geschichte davon erzaehlt.Die HMS Pandora war eine 24 Kanonen tragende Fregatte der Porcupine-Klasse, die 1790 von der britischen Admiralität unter dem Kommando von Kapitän Edward Edwards ausgesandt wurde, um die Meuterer der Bounty gefangen zu nehmen.(siehe Wikipedia Artikel :)) Ausserdem konnte man dort viel ueber Korallen, Tiere und Pflanzen von Australien lernen. Danach hab ich mich noch etwas an den Strand gelegt und den Sonnenuntergang genossen.

Abends hab ich dann noch in das `Couchsurfing-Buch` von Anja und Troy geschrieben. Voll die witzige Idee finde ich :)

Am naechsten Morgen haben mich die 2 dann zur Bushaltestelle gefahren, denn an diesem Tag wollte ich nach Magnetic Island.

Magnetic Island hat ihren Namen,(wie fast alles in Queensland) von Captain James Cook. Als er um die Insel geschippert ist, haben seine Instrumente verrueckt gespielt, weshalb er darauf getippt hat, dass die Insel magnetisch ist. Obwohl das ein Irrtum war, traegt die Insel jetzt den Namen Magnetic Island. Das einzige was sie jedoch anzieht sind Besucher :) Und so auch mich :) Mit der Faehre bin ich eine halbe Stunde zu der von Townsville 8 Kilometer entfernten Insel geschippert und anschliessend mit dem Bus nach Horseshoe Bay im Norden gefahren.

ch hatte zwei Naechte im YHA Hostel gebucht. Es war wirklich richtig schoen. Mitten im Wald ueberall kleine Huetten, die total sauber und echt in Ordnung waren. Abends bin ich dann nur noch ins Internet und habe den naechsten Tag gaplant. Da ich nur einen Tag auf der Insel hatte, wollte ich soviel wie moeglich machen und bin frueh ins Bett. Am naechsten Morgen bin ich dann schon um halb 9 los. Magnetic Island ist nicht wirklich gross, man kann fast ueberall hinlaufen und die Insel besteht fast komplett aus National Park. Es gibt nur 4 kleine Buchten, wo auch einige Leute leben. Horseshoe Bay, Arcardia, Nelly Bay (wo auch die Faehren anlegen) und Picnic Bay. Durch den Regenwald gibt es ganz viele Wanderwege, die ich dann auch bestritten habe. Ich bin nach Arcadia und Nelly Bay gelaufen. Das war total schoen. Die Wanderwege waren nur ganz schmale Pfande, die durch den Regenwald gingen. Alle 10 Meter ist eine Eidechse vor einem hinter den naechsten Busch gehuscht und es gab total viele Lookouts. Die Insel ist sehr huegelig, deshalb war es auch ziemlich anstrendgend, aber wie gesagt hat es sich gelohnt. In Nelly Bay angelangt hab ich im eizigsten Supermarkt der Insel erstmal eingekauft und bin dann mim Bus zurueck nach Horseshoe Bay gefahren, denn um 3 sollte schon das naechste Highlight statt finden.

Ich habe eine Reittour gebucht, das war wirklich sehr interssant. Ich habe heraus gefunden, dass ich absolut nicht zum Reiten gemacht bin. Am Anfang hab ich mich noch total darauf gefreut und war sogar ein bisschen aufgeregt. Die Pferde sind auch extra fuer Anfaenger und total lieb. Aber ich hatte trotzdem das Gefuehl, dass ich absolut keine Kontrolle ueber `Little Man`, mein Pferd, hatte. Wir sind von der Ranch durch den Regenwald Richtung Strand geritten und das Pferd ist auch losgelaufen wenn ich es wollte, das fand ich schonmal total cool. Das hiess es aber ploetzlich, dass wir jetzt galoppieren koennen, WENN WIR WOLLEN. Ich habe kein Signal gegeben, aber trotzdem hat Little Man angfangen zu galoppieren als es das Pferd vor ihm gemacht hat. Und er hat nicht mehr aufgehoert!!! Das war absolut nicht mein Ding. Ich bin auf diesem Pferd rumgedopst wie ein ausgeleierter Gummiball und hatte immer das Gefuehl, jeden Moment runter zu fallen. Das muss dermassen bescheuert ausgesehen haben. Ich musste an die Szenen aus dem Film `1 und 1 macht 4` denken, in der die Hauptdarstellerin auf einem Pferd sitzt, das losrennt und sie um Hilfe schreit. Letztendlich rettet sie dann aber ihr zukuenftiger Ehemann.Mich hat niemand gerettet! Mein Hintern hat nach einer gewissen Zeit so wehgetan, dass ich dachte, dass ich niewieder normal laufen kann. Ich war so froh, als das Pferd vor uns wieder normal galaufen ist, dann hat es ihm Little Man naemlich gleich getan. Immer wenn es aber hiess: galoppieren, hab ich schon voll verkrampft, dadurch musste ich aber ueber mich selber lachen und sah glaub ich noch viel bekloppter aus. Naja, also so hab ich es dann irgendwie zum Strand geschafft, wo den Pferden die Sattel abgenommen wurden, wir in unsere Bikinis geschlupft sind und dann mit den Pferden im Wasser waren. Das war schon irgendwie cool, aber man hatte echt fast keinen Halt und ich bin wieder wie eine Parkinson Kranke auf dem Pferd rumgezuckt. Das hat mir am Ende so Leid getan. Das arme Pferd hat da die Oberanfaengerin abbekommen, die zu doof zum Sitzen ist. Naja, es war auf jeden Fall eine sehr interessante Erfahrung. Ich will nie wieder Reiten.

Am naechsten Tag gings dann mit der Faehre zurueck nach Townsville und von dort mim Bus nach Mission Beach, davon erzaehl ich euch aber in meinem naechsten Eintrag :)

Ich hab euch lieb. Eure Franzi

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